Ein Riesenwargame über die Ostfront

Gary Grigsby's War in the East 2 ist ein komplexes Rundenturnier über die Ostfront im Zweiten Weltkrieg, von Operation Barbarossa bis zum Fall Berlin. Du führst Millionen von Soldaten der Wehrmacht oder der Roten Armee über eine Hexgrid-Karte, die von Rostow bis Leningrad 106 Hexbreite umfasst. Das Spiel arbeitet mit einem detaillierten Eisenbahnnetz, historischen Straßennetz, Nachschubsystem, Wettermodell pro Hexfeld und einer umfangreichen Order of Battle mit HQs und Unterstützungstruppen. Im Luftkrieg gibt es zwei Bedienweisen: den ausführlichen Advanced Air Modus mit voller Kontrolle über den gesamten Luftkrieg, und den kompakteren Air Operational Group Modus, bei dem du Luftgruppen auf der Karte bewegst und die Details die KI übernehmen lässt. Ein Lexikon mit Waffen und Einheiten der Ostfront ist eingebaut, die Bedienung wird in einem umfassenden Handbuch erklärt.

Szenarien und Kampagne

Zur Auswahl stehen drei Vollkampagnen: der gesamte Feldzug 1941–1945, Stalingrad bis Berlin ab November 1942 sowie die W bis Berlin ab Januar 1945. Dazu kommen sieben kleinere operationale Szenarien, darunter Velikie Luki '42, Straße nach Minsk, Straße nach Leningrad, die Zerstörung der Südwestfront, Operation Typhoon 41, die Rote Armee im Aufschwung und Red God of War. Das Tutorial behandelt die Schlacht um Velikie Luki. So hast du kurze Übungsrunden für den Einstieg und sehr lange Kampagnen für lange Abende. Die KI wurde für dieses Spiel neu aufgebaut und soll sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung stärker spielen als bei 2by3 Games bisher.

Zusammen spielen

Auf Steam ist Remote Play Together vorhanden. Damit kann ein Freund aus deiner Gruppe per Fernsteuerung mitmachen, auch wenn er das Spiel selbst nicht besitzt. Da das Spiel im Wesentlichen eine sehr komplexe Zug-für-Zug-Simulation ist, funktioniert das besonders gut: Ihr legt euch zusammen vor den Rechner, einer spielt den Zug, der andere berät, schaut im Lexikon nach, plant die Luftoperationen oder studiert das Handbuch. Turn-Based Combat und Grand Strategy bedeuten ohnehin, dass Zeit zum Nachdenken und Diskutieren dazugehört.

Vor dem Start wissen

Das ist ein Wargame in 2D aus der Vogelperspektive, kein schnelles Strategiespiel. Neben Landoperationen warten Luftphase, Nachschub, Theaterboxen für andere Kriegsschauplätze wie Nordafrika und Italien, Partisanenkrieg mit Garnisonsanforderungen sowie Ereignisse wie Partisanenablenkung auf der Karte. Neue Mechaniken wie Combat Preparation Points, die Einheiten für Offensiven aufbauen und auspowern, wenn sie ohne Pause kämpfen, sowie Combat Delay Points, die nach heftigen Kämpfen in einem Hexfeld die Bewegung verlangsamen, belohnen ausruhende Truppen und gutes Timing. Beachte außerdem, dass Angriffe den Verteidigern künftige Bewegungspunkte nehmen können und Rückzüge mehrere Hexfelder weit erfolgen. Wer sich auf das Handbuch einlässt und mit einem kurzen Szenario beginnt, fährt mit den großen Kampagnen besser.

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