Final Exam schickt vier alte Freunde auf dem denkbar schlechtesten Weg zu ihrem Klassentreffen: Nach einem Unfall landen sie in einer Stadt voller Monster. Gemeinsam kämpft ihr euch in einem 2,5D-Sidescroller mit Nahkampfwaffen, Schusswaffen, Sprengstoff und akrobatischen Angriffen durch die Horden. Auf dem PC können zwei Personen lokal oder bis zu vier online zusammenspielen. Das sind getrennte Varianten: Ein lokales Zweierteam kann nicht gemeinsam einer Online-Partie beitreten.
Eine Kampagne voller Aufgaben
Die Kampagne umfasst acht monsterverseuchte Abschnitte, darunter Tunnel, Industrieanlagen, ein Jahrmarkt und weitere Orte in der Stadt. Einige Schauplätze kehren mit veränderten Aufgaben zurück. Abwechslung entsteht daher eher durch neue Wege und Ziele als durch eine völlig neue Kulisse in jedem Abschnitt. Die meiste Action spielt sich auf einer seitlichen Ebene ab, doch die Levels öffnen sich zu verbundenen Bereichen mit Türen, Treppen, Plattformen und Abzweigungen. Ihr könnt einem Wegweiser folgen, einen Seitenraum nach Waffen absuchen oder auf eine höhere Plattform klettern, während der Rest der Gruppe unten weiterkämpft.
Die Abschnitte verbinden das Ausschalten von Gegnergruppen mit Aufgaben wie dem Tragen eines Gegenstands, dem Sammeln von Teilen, einer Eskorte oder dem Verteidigen einer Position, bis ein Countdown abläuft. Manche Ziele lenken euch von den nächsten Monstern weg: Einen Gegenstand durch ein Gebiet zu bringen, in dem laufend neue Gegner auftauchen, macht den Weg zum Ziel selbst zum Kampf. Die Warnung vor einer herannahenden Horde kündigt Nachschub an; selbst ein Umweg kann dadurch zur Schlacht werden. Einige Missionen enden mit Bosskämpfen, kurze Arcade-Einlagen sorgen zwischen längeren Prügeleien für einen anderen Rhythmus.
Die Levels bieten einer Gruppe mehr Bewegungsfreiheit als ein gerader Beat-’em-up-Korridor, doch Erkundung dient vor allem Punkten und Verbesserungen statt einer großen offenen Weltkarte. Wegmarkierungen zeigen die nötigen Aufgaben an, während Waffen und Sammelobjekte in Seitenräumen einen Blick abseits der Hauptroute belohnen. In manchen Missionen müsst ihr durch bereits bekannte Bereiche zurück, um die letzten Teile für den nächsten Abschnitt zu finden. So kann ein Einsatz wie ein schneller Durchgang durch ein Monstergebiet wirken oder wie ein längerer Weg zwischen mehreren Zielen.
Vier Kämpfer mit eigenen Stärken
Ihr wählt aus vier Figuren, die jeweils mit eigenen Grundwerten und einem persönlichen Fähigkeitenbaum starten. Brutal Joe setzt stärker auf den Nahkampf, während Nathan auf Sprengstoff spezialisiert ist; die anderen haben ebenfalls eigene Werte und Spezialfähigkeiten. Das sind Ausgangspunkte und keine starren Koop-Klassen. Ihr könnt Punkte in Gesundheit, Schaden oder andere Werte investieren, euren Charakter über seine anfängliche Stärke hinaus entwickeln und nach und nach stärkere Angriffe sowie passive Boni freischalten.
Das gibt einer wiederkehrenden Gruppe einen Grund, eine andere Figur auszuprobieren – besonders wenn jemand lieber Nahkampf, Fernwaffen oder Sprengstoff einsetzt. Das Spiel weist niemandem fest die Rolle eines Heilers oder Tanks zu. Alle kämpfen in denselben überfüllten Bereichen, nehmen gefundene Ausrüstung auf und helfen beim nächsten Ziel. Spezialangriffe werden verfügbar, wenn sich die Kampfleiste füllt, und können eine ganze Gruppe naher Gegner treffen.
Kombos machen die Prügelei zum Punktewettlauf
Nahkampf- und Luftangriffe bauen eure Kombo auf; Ausweichrollen und Sprünge helfen euch, beweglich zu bleiben und weitere Treffer zu landen. Bleibt ihr im Angriff, ohne getroffen zu werden, steigt der Zähler. Kommt euch die Horde zu nahe, könnt ihr eine Schusswaffe oder Sprengstoff einsetzen. Rohre, Schläger, Schrotflinten und Granaten bieten unterschiedliche Reichweiten und Wirkung, doch Munition für Schusswaffen und Granaten ist begrenzt. Gegner erscheinen in Wellen und darunter sind zähere Varianten. Der Bildschirm kann sich schnell füllen, während ihr versucht, die Kombo am Leben zu halten. Für Schüsse und Sprengstoff müsst ihr zielen und den Munitionsvorrat im Blick behalten, bevor ihr wieder in den Nahkampf geht. Einige Gegner halten mehr aus oder unterbrechen eine Kombo. Eine anrückende Horde kann die Gruppe außerdem innerhalb eines Augenblicks vom Erkunden zum Kämpfen zwingen.
Im Koop teilen sich die Treffer auch die Kombo: Angriffe von beiden Figuren helfen, die gemeinsame Serie fortzusetzen. Bei der Punktzahl am Ende eines Abschnitts gibt es jedoch weiterhin individuelle Belohnungen. Wer etwa einen Schlüsselgegenstand zum Ziel bringt oder den letzten Treffer landet, kann dafür zusätzliche Punkte erhalten. Wenn der Abschnitt endet, bestimmen Punktzahl und erledigte Ziele, wer Fähigkeitspunkte bekommt. Ihr arbeitet auf denselben Missionsabschluss hin und habt zugleich den eigenen Punktestand im Blick.
Das prägt das Zusammenspiel. In großen Levels verteilt sich die Action auf verschiedene Bereiche, während die Spieler auch um fallengelassene Munition, Heilgegenstände und Zielboni konkurrieren. Verliert jemand sein letztes Leben, kann ein Mitspieler die Figur wiederbeleben. So wird ein Rückschlag zu einer kurzen Rettungsaktion statt zum sofortigen Ausscheiden aus dem Kampf. Der Punktewettlauf bringt freundschaftliche Rivalität in die Zusammenarbeit, kann Vorräte aber knapp wirken lassen, wenn alle nach derselben Beute greifen.
Fortschritt belohnt Punkte und Erkundung
Final Exam knüpft den Fortschritt sowohl an Kampferfolg als auch an Erkundung. Hohe Abschnittswertungen bringen Fähigkeitspunkte für den jeweiligen Figurenbaum, mit denen ihr Werte verbessert oder aktive Angriffe und passive Vorteile freischaltet. Versteckte Gegenstände und Waffenkisten liefern weitere Gründe, obere Plattformen und Seitenräume zu untersuchen. Manche Waffen müsst ihr erst im Level finden, bevor ihr sie einsetzen könnt. Ein Umweg kann dadurch sowohl das Ergebnis als auch die verfügbaren Mittel für den nächsten Kampf verändern.
Ihr könnt abgeschlossene Abschnitte erneut spielen, um eure Wertung zu verbessern, verpasste Gegenstände zu finden oder eine andere Figur aufzubauen. Das sorgt für Wiederspielwert bei Freunden, die einen besseren Punktestand jagen oder einen neuen Build probieren möchten. Der Fortschritt kann allerdings auseinandergehen, wenn jemand deutlich mehr Punkte verdient oder mehr Belohnungen findet. Es gibt kein gemeinsames Klassensystem, in dem alle automatisch dieselben Verbesserungen erhalten: Jede Figur wächst durch ihre eigenen Punkte, Entscheidungen und Entdeckungen. Gefundene Waffen erweitern die Möglichkeiten für spätere Kämpfe; Verbesserungen im Fähigkeitenbaum stärken etwa Nahkampf, Präzision oder Sprengstoff. Da alle vier Bäume getrennt sind, verändert ein Figurenwechsel euren Build, Waffenfreischaltungen und verfügbare Angriffe – nicht nur das Aussehen. Cassy, Sean, Brutal Joe und Nathan bringen außerdem vier unterschiedliche Persönlichkeiten in die Wiedersehensgruppe, die denselben Monsterausbruch überstehen muss.
Der Hauptweg ist eine kompakte Missionsreihe statt einer endlosen Koop-Kampagne. Nach ihrem Abschluss schaltet eine zeitbegrenzte Überlebensherausforderung ein weiteres Wertungsziel frei; höhere Schwierigkeitsgrade geben eingespielten Gruppen Anlass, die Kämpfe erneut anzugehen. Bestenlisten zeigen die Punkte über eine einzelne Partie mit Freunden hinaus, während die Kampagne der zentrale Ort bleibt, um neue Waffen und Fähigkeiten zu entdecken. Der Grundablauf bleibt vertraut: Ihr bewegt euch durchs Level, erledigt die aktuelle Aufgabe, bekämpft die nächste Horde und kehrt dann mit Punkten und neuen Ausbauschritten zum Charakterbildschirm zurück. Wer eine lange Story mit verzweigten Entscheidungen sucht, findet hier eine engere Arcade-Struktur. Für Gruppen, die Aktionslevels für bessere Durchgänge und höhere Punktzahlen wiederholen, haben diese Versuche ein klares Ziel.
Horror-Kulisse mit Arcade-Humor
Verlassene Straßen, Tunnel, U-Bahn-Bereiche und der Jahrmarkt geben dem Spiel eine pulpige Horror-Kulisse. Die Monster sind grotesk und die Kämpfe chaotisch, doch Sprüche der Figuren und übertriebene Effekte setzen eher auf schwarzen Humor als auf ernsthaften Survival-Horror. Die helle Comic-Optik hebt Figuren und Gegner vor dunklen Hintergründen hervor, während die großen Gegnergruppen den Bildschirm in Bewegung halten.
Die Stimmung bleibt über die Kampagne hinweg ähnlich, ebenso viele Elemente des Kampfsystems. Horden kehren zurück, zahlreiche Aufgaben verlangen, etwas zu finden oder zu tragen, und Umgebungen greifen visuelle Themen erneut auf. Unterschiedliche Gegner und gelegentliche Set-Pieces lockern das Muster auf; insgesamt setzt das Spiel aber stärker auf wiederholte Prügeleien als auf ständig neue Mechaniken. Wenn Gegner aus beiden Richtungen kommen, kann es hektisch werden – besonders wenn die Gruppe Plattformen bewältigen und zugleich eine Figur mit einem Gegenstand schützen muss.
Was eure Gruppe wissen sollte
Für gemeinsames Spielen im selben Raum unterstützt der lokale Koop zwei Personen auf einer geteilten Ansicht. Online können bis zu vier Personen zusammenspielen. Die Modi lassen sich nicht mischen: Zwei Personen an einem PC können nicht gemeinsam einer Online-Gruppe beitreten. Entscheidet euch für ein lokales Duo oder eine reine Online-Partie. Die PC-Version unterstützt Controller; im Kampf wechseln sich schnelle Nahkampfeingaben mit dem Zielen und Abfeuern von Fernwaffen ab. Online ist eine Internetverbindung nötig, während zwei Freunde lokal ohne Online-Modus gemeinsam durch die Abschnitte spielen können.
Final Exam passt zu Freunden, die ein lautes Prügelspiel mit Fokus auf Punktestände mit erkundbaren Abschnitten, Waffenfunden und Figurenentwicklung wollen. Die Koop-Partie besteht nicht aus fest zugewiesenen Rollen: Ihr teilt euch die Gegnerhorden und den Kombozähler, während Abschnittspunkte und Beute eine kleine Konkurrenz am Leben halten. Rechnet mit wiederkehrenden Aufgaben und hektischen Kämpfen, dazu gelegentlichen Rettungsaktionen für Mitspieler oder dem Wettlauf um den letzten nützlichen Gegenstand. Ein lokales Duo oder eine Online-Gruppe aus vier Personen kann dieselbe Art missionsbasierter Monsterjagd angehen; am Ende zeigt die Wertung, wer die meisten Punkte beigesteuert hat.