XenoHaven verbindet ein Top-down-Survival-Sandboxspiel mit Basisverwaltung und Echtzeitkämpfen. Du und bis zu drei Freunde könnt einer LAN-Sitzung für vier Personen im selben lokalen Netzwerk beitreten. Dann sammelt ihr Materialien, baut eine Siedlung, rekrutiert außerirdische Vertraute und erkundet eine Welt, in der der nächste unterirdische Gang zu nützlichem Erz oder einem Bosskampf führen kann.

Du steuerst jeweils eine überlebende Figur statt einer ganzen Kolonie. Die Kamera blickt von oben auf eine farbenfrohe 2D-Welt, in der Ressourcen, Wege, Arbeitsbereiche und Gegner alle im selben Bild liegen. Im Koop wird aus diesem Ablauf mit einer einzelnen Figur eine kleine Gruppe in einer gemeinsamen Welt: Ihr könnt zusammen bauen, Dinge in der Basis bewegen und platzieren oder gemeinsam nach draußen gehen und kämpfen. Die Aktivitäten bleiben in derselben Siedlung und der weiteren Welt verankert. Auf eine Bauphase kann so direkt ein Ausflug auf der Suche nach Ressourcen oder ein Kampf gegen die Kreaturen des Planeten folgen.

Eine Siedlung, die immer neue Aufgaben bereithält

Der frühe Spielablauf beginnt mit einfachen Materialien und Werkzeugen. Du sammelst Holz, Stein, Pflanzen und andere Ressourcen an der Oberfläche und verarbeitest sie zu Ausrüstung und nützlichen Stationen. Ein Unterschlupf gibt der Siedlung ein Zentrum; Werkbänke, Lager, Felder und später Maschinen machen aus Rohstoffen nach und nach etwas Brauchbares. Mit neuen Technologien kann sich der Stützpunkt von einem Schlafplatz zu einem Netz aus Räumen und Produktionsbereichen entwickeln.

In einer Sitzung treffen dabei verschiedene Systeme zusammen: Zutaten sammeln, die Werkstatt erweitern, das Lager ordnen, gemeinsam bauen oder die nächste Region erkunden. Das Spiel weist den Spielern keine festen Berufe zu. Du steuerst weiterhin direkt deine Figur, während Helfer in der Siedlung die wiederkehrenden Aufgaben übernehmen, die du für sie vorbereitet hast.

Landwirtschaft ist mehr als ein paar Samen auszustreuen. Feldfrüchte und gesammelte Zutaten fließen in Kochen und Herstellung ein, während der Bergbau Materialien für bessere Werkzeuge, Anlagen und Ausrüstung liefert. Eine Produktionslinie kann Rohstoffe nacheinander durch mehrere Stationen leiten. Auch die Anordnung der Basis spielt eine Rolle, denn Gebäude, Arbeitsplätze, Behälter, Betten und Felder stehen in einem Bereich, den du selbst gestaltest. Du kannst das Lager kompakt halten oder Platz für längere Produktionsketten schaffen. Der Reiz liegt darin, eine Fläche in ein funktionierendes Zuhause zu verwandeln und neue Systeme hinzuzufügen, sobald du von Erkundungstouren bessere Materialien mitbringst.

Die Siedlung hat auch eine wirtschaftliche Seite. Du kannst Waren herstellen, einen Laden bestücken und reisende Händler anlocken. Ein Restaurant serviert Essen und bietet zugleich Unterhaltung und eine Unterkunft. Dadurch wirkt die Basis weniger wie eine Kiste, die du zurücklässt, und mehr wie ein Ort, den die Welt besucht. Für neue Ausrüstung und Technologien brauchst du weiterhin Ressourcen und Geld: Expeditionen versorgen also die Wirtschaft zu Hause, und die Wirtschaft zu Hause kann spätere Expeditionen unterstützen. Der Ausbau der Basis steht neben Expeditionen zur Rohstoffsuche und zunehmend anspruchsvollen Kämpfen und verbindet so die Siedlungsentwicklung mit den Abenteuern in der Welt.

Vertraute erledigen Arbeit und kämpfen an deiner Seite

Außerirdische Vertraute sind zentral dafür, wie XenoHaven Siedlung und Kampf miteinander verbindet. Du kannst sie rekrutieren und Aufgaben wie Landwirtschaft, Bergbau, Kochen oder Handwerk zuweisen. Ist ein Helfer für eine Aufgabe eingerichtet, kann er dafür sorgen, dass bestimmte Materialien durch Teile der Basis laufen, während du dich anderen Projekten widmest. Automatisierung entsteht nach und nach: Das erste Lager braucht deine Aufmerksamkeit, doch eine entwickelte Siedlung kann mit zugewiesenen Kreaturen und Anlagen mehr der regelmäßigen Produktion selbst übernehmen.

Vertraute können dich auch begleiten und mitkämpfen. Ihre Eigenschaften und Fähigkeiten lassen sich verbessern; durch Training und genetische Veränderungen kannst du sie weiterentwickeln. Das ist ein weiterer Grund, darauf zu achten, welche Kreaturen du anwirbst. Eine kann in einem Arbeitsbereich nützlich sein, während eine andere deiner aktiven Figur hilft, wenn du die Basis verlässt. Sie bleiben Helfer und bilden keine separate spielbare Figuren-Auswahl für die anderen Personen in deiner Gruppe: Jede Person steuert weiterhin ihre eigene Überlebendenfigur.

Du und deine Freunde könnt die Siedlung samt ihrer Vertrauten als gemeinsames Projekt aufbauen und dann Felder oder Werkstatt verlassen, um die Welt zu erkunden. Begleiter und Produktionssysteme ergänzen die Verwaltung rund um die Figuren, mit denen ihr draußen unterwegs seid. Wenn deine Gruppe kurze Missionen mit einem eng umrissenen Ziel sucht, bietet diese umfassendere Mischung aus Bauen und Erkunden einen anderen Abend.

Hinter die Mauern: Dungeons und Bosse

Eine Siedlung kann die Oberfläche sicherer wirken lassen, doch nicht jedes Material liegt dort, und manche Fragen zur Geschichte bleiben offen. Bei Erkundungstouren durch neue Regionen stößt du auf Ressourcen, andere Siedlungen, Händler, feindliche Gruppen und Eingänge zu unterirdischen Dungeons. Dort verengt sich der Fokus: Du bewegst dich durch Bereiche voller Gegner, sammelst nützliche Materialien und kämpfst dich zu stärkeren Kontrahenten und Bossen vor. Bessere Werkzeuge und Rüstung sind wichtig, denn einige wertvolle Rohstoffe und Ausrüstungsgegenstände hängen mit dem weiteren Kampf-Fortschritt zusammen.

Kämpfe laufen in Echtzeit. Du bewegst deine Figur um Gegner herum und wählst aus einer wachsenden Auswahl an Waffen, statt einer Gruppe Befehle zu geben. Schwerter, Bögen, Stäbe und Hämmer bieten unterschiedliche Angriffsweisen; Rüstungen und Accessoires bringen Schutz oder besondere Effekte. Manche Waffen verbrauchen Munition, Waffenfertigkeiten haben eigene Abklingzeiten, und Accessoires können Schaden, Abklingzeiten oder den Umgang mit bestimmten Gegnern beeinflussen. Die Ausrüstung sorgt für Abwechslung: Eine andere Waffe oder ein neues Accessoire kann verändern, was deine Figur in einem vollen Raum oder gegen ein großes Ziel beiträgt.

Vertraute bringen eine weitere Ebene in diese Kämpfe. Sie können deine Figur begleiten, und durch ihre Entwicklung helfen sie besser, wenn die Gefahren zunehmen. Ein Bossraum kann sich mit Projektilen und Effekten füllen; dann zeigt der Bildschirm gleichzeitig eure Figuren, Begleiter, Angriffe der Gegner und Schadensanzeigen. Manche Dungeon-Herausforderungen werden nach wichtigen Fortschrittsmarken schwieriger. Ausrüstung, die Entwicklung deiner Helfer und der Zugang zu neuer Technologie sind Teil des umfassenderen Spielkreislaufs rund um diese Kämpfe, keine getrennten Koop-Klassen.

Der Ausrüstungsfortschritt führt die Gruppe immer wieder zur Basis zurück. Materialien aus einem Dungeon können neue Waffen oder Verbesserungen ermöglichen, während Felder und Produktion Gegenstände für den nächsten Ausflug liefern. Waffen können außerdem Resonanzeffekte haben, und Accessoires bieten Boni gegen bestimmte Gegnertypen. So kann eine Zusammenstellung auf schnellere Fertigkeiten, stärkeren Boss-Schaden oder andere Vorteile ausgerichtet sein. XenoHaven besteht deshalb nicht aus einer kurzen Reihe von Missionen mit festgelegten Ausrüstungssets. Es ist eine Sandbox, in der langfristiger Fortschritt durch den Wechsel zwischen Siedlung, Weltkarte und unterirdischen Herausforderungen entsteht.

Eine Story-Route im offenen Spielkreislauf

XenoHaven ergänzt das Überleben und Bauen um eine Hauptgeschichte über das Imperium. An einem wichtigen Punkt kannst du dich entscheiden, ob du gehorchst oder rebellierst. Jeder Weg führt zu einem anderen Boss und Ende. Das Story-Update ergänzt außerdem Waffen, Bauteile und Resonanzmechaniken. Diese Entscheidung gibt einen Grund, der Kampagne zu folgen, statt die Welt nur als Baufläche zu behandeln.

Es gibt zudem dynamische Regeln, die die Welt zeitweise beeinflussen: etwa bessere Ernten oder vermehrte Tiernachzucht, aber auch Dürren und Veranstaltungen rund ums Essen. Solche Veränderungen können eine Weile lang beeinflussen, was reichlich vorhanden ist oder wie die Abläufe in einer Siedlung funktionieren. Die Spielwelt bietet mehrere Dungeons und Bosse, und spätere Herausforderungen hängen mit früherem Fortschritt zusammen. Das bringt Ziele für Gruppen mit, die bereits eine nützliche Basis aufgebaut haben, lässt aber auch zwischen Kämpfen Zeit für Bauen, Dekorieren, Landwirtschaft, Handel oder den Ausbau der Produktion.

Der Steam Workshop erweitert die Optik der Siedlung. Kreative können die Optik von Lagerbehältern, Gebäuden und Produktionslinien durch eigene Varianten ersetzen. Wenn deine Gruppe einer gemeinsamen Welt einen bestimmten Look geben möchte, können solche Inhalte das Zuhause anders wirken lassen, während Sammeln, Bauen und Erkunden gleich bleiben.

Für welche Koop-Gruppe passt es?

XenoHaven passt zu Freunden, die eine Welt mit mehreren Tempi mögen. Eine Sitzung kann dem Ausbau der Felder, einer nützlicheren Produktionskette, dem Bestücken eines Ladens, der Suche nach neuen Materialien oder einem Dungeon gelten. Dieselbe Gruppe kann zwischen ruhigem Bauen und plötzlichen Kämpfen wechseln, ohne dafür ein separates Missionsmenü aufzurufen. Die offene Struktur eignet sich eher für Leute, die auf eine leistungsfähigere Basis hinarbeiten möchten, als für eine Gruppe, die eine kurze, eng geskriptete Runde sucht.

Die PC-Version läuft unter Windows.

Wie anspruchsvoll es wird, hängt davon ab, was ihr angeht. Landwirtschaft, Herstellung, Einrichten und Ladenverwaltung lassen Raum für einen ruhigeren Abend; bei einem Dungeon-Ausflug sind Ausrüstung und Bewegung stärker gefordert. Das Survival-Thema zeigt sich in gefährlichen Gegnern, Fortschritt und den Ressourcen, die du für bessere Basis und Ausrüstung brauchst. Ihr könnt die Basis vor der nächsten Herausforderung verbessern oder weiter in Regionen und gegen Bosse vordringen. Dieser Wechsel gibt deiner Gruppe Optionen, während der Aufstieg über Technologien und Ausrüstung XenoHaven als langfristige Sandbox statt als Geschichte für einen Abend einordnet.

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