In Terraria verändert ihr mit euren Freunden eine ganze 2D-Welt: Höhlen ausgraben, aus einem Stück Wald ein Zuhause machen und euch von den ersten Monstern zu Bossen vorarbeiten, die die Welt verändern. Die Desktop-Version unterstützt Online- und Netzwerkspiel; ein dedizierter Server ist standardmäßig auf 16 Spielerplätze eingestellt. Für eine kleinere Gruppe kann eine Person auf ihrem Computer eine Steam-Host-&-Play-Sitzung starten. Auf dem Desktop gibt es keinen integrierten geteilten Bildschirm, daher braucht jede Person einen eigenen Computer und eine eigene Spielkopie.

Vielleicht baut ihr an einem Abend Zimmer für schräge Stadtbewohner und folgt danach einem Tunnel so tief hinab, dass ihr ein neues Biom, seltenes Erz oder einen Gegenstand zum Beschwören eines Bosses entdeckt. Eine Gruppenquest, die euch den nächsten Schritt vorgibt, gibt es nicht. Terraria macht aus einer gemeinsamen Welt ein langfristiges Projekt: erkunden, Rohstoffe nach Hause bringen, Ausrüstung verbessern und sehen, was nach Einbruch der Dunkelheit auf euch wartet.

Eine neue Welt, ein paar Werkzeuge und jede Menge Erde

Ihr beginnt mit einfachen Werkzeugen in einer zufällig generierten Welt, und fast alles, was ihr abbauen könnt, lässt sich als Material weiterverwenden. Fällt Bäume für Holz, sammelt Stein und grabt nach Erzen und Truhen in unterirdischen Höhlen. Frühe Entdeckungen bringen vielleicht eine bessere Waffe, einen Greifhaken für Klippen oder Stiefel, mit denen ihr viel schneller über die Oberfläche kommt. Das Herstellungsmenü zeigt Rezepte für Materialien, die ihr dabeihabt; der Guide kann euch Rezepte verraten, für die ihr ihm einen Gegenstand zeigt.

Die Karte erstreckt sich als Sidescroller über Oberfläche, Untergrund, Höhlen und Unterwelt. Biome mit eigenen Gegnern, Rohstoffen und Schätzen durchziehen diese Ebenen. Aus einer flachen Höhle kann ein Labyrinth aus Schächten und unterirdischen Hütten werden; tiefer unten verändern Wasser, Lava, Fallen und stärkere Gegner jede Grabung. Auch an der Oberfläche wechselt es zwischen Tag und Nacht. Nachts tauchen neue Gegner auf und vertraute Wege werden gefährlicher. Bei der Erkundung arbeitet ihr keine kurze Missionsliste ab, sondern sucht nach dem nächsten Ort, an dem ein nützliches Werkzeug oder ein unerwartetes Problem wartet.

Euer erster Unterschlupf kann eine Holzkiste mit Tür und Fackel sein. Mit mehr Blöcken, Möbeln und Zeit wächst daraus eine Werkstatt, ein hohes Gemeinschaftshaus oder eine Stadt mit eigenen Häusern für die Nichtspielercharaktere, die einziehen, wenn die Welt ihre Bedingungen erfüllt. Diese Bewohner verkaufen Vorräte und Dienste und gehören zu eurer Siedlung. Bauen hat einen praktischen Nutzen: Werkbänke und Lager erleichtern das Herstellen und Sortieren von Materialien. Wenn die unmittelbare Gefahr vorbei ist, kann die Einrichtung aber auch zum eigenen Projekt werden. Mit denselben Werkzeugen aus Blöcken entsteht ein kompakter Bunker, eine beleuchtete Brücke durch eine Höhle oder ein ausladendes Haus über den Wolken.

Graben und Bauen verändert auch, wie ihr euch durch die Karte bewegt. Ein Tunnel kann zwei erforschte Gebiete verbinden, Plattformen machen aus einem steilen Abstieg einen gangbaren Weg, und Lorenstrecken verknüpfen weit entfernte Orte. Solche Änderungen bleiben nach dem Ende einer Sitzung bestehen. Eure vertraute Basis wird nach und nach zum sichtbaren Zeichen der Orte, die ihr erreicht, und der Wege, die ihr gebaut habt.

Bosse machen aus der Erkundung gemeinsame Meilensteine

Ein Boss ist ein großes Ereignis in einer Welt, und der Weg dorthin ergibt sich aus euren bisherigen Entdeckungen. Manche erscheinen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind; andere brauchen einen hergestellten oder gefundenen Beschwörungsgegenstand. Zu den frühen Meilensteinen gehören das Auge des Cthulhu und ein Boss, der mit der Verderbnis oder dem Purpur eurer Welt verbunden ist. Besiegt ihr Skeletron, öffnet sich der Dungeon mit gefährlicheren Gegnern und Beute in seinen tieferen Räumen. Ein Weg in die Unterwelt führt schließlich zum Wall of Flesh. Sein Sieg versetzt diese Welt in den Hardmode.

Das ist mehr als eine höhere Zahl auf einer Schwierigkeitsanzeige. Neue und stärkere Gegner tauchen auf, weitere Erze und Ausrüstung werden verfügbar, und eine veränderte Region der Karte setzt bereits erkundete Gebiete unter Druck. Im Hardmode geht es über mechanische Bosse wie The Twins, den Zerstörer und Skeletron Prime weiter in Richtung Plantera und späterer Herausforderungen. Die Kultisten am Dungeon lösen eine Reihe von Lunar Events aus, die im Moon Lord gipfelt. Neben diesem groben Fortschrittsbogen gibt es optionale Bosse und Ereignisse. Auch nach dem letzten Boss bleibt die Sandbox offen: Ihr könnt weiterbauen, sammeln oder eine andere Herausforderung suchen.

Bosse und Invasionen machen aus einem Streifzug nach Rohstoffen plötzlich ein gemeinsames Ziel. Eine Warnung kann eine anrückende Goblinarmee ankündigen; andere Ereignisse schicken Piratenwellen, saisonale Gegner oder Monster während eines Blutmonds. Solche Momente setzen die Welt selbst unter Druck, statt euch in eine getrennte Arena oder ein kurzes Match zu versetzen. Ein besiegter Boss kann neue Ausrüstung, Händler oder Gebiete freischalten und der nächsten Expedition einen anderen Zweck geben. Manche Bosse und Ereignisse lassen sich erneut auslösen, sodass ihre Kämpfe und Belohnungen auch nach dem ersten Sieg verfügbar bleiben.

Die Ausrüstung von Terraria verleiht diesen Kämpfen viele Facetten. Schwerter, Bögen, Schusswaffen, Magiewaffen und Beschwörungen funktionieren unterschiedlich; Rüstung und Accessoires können bestimmte Schadensarten verstärken oder Bewegung und Verteidigung verbessern. Es gibt weder Charakterlevel noch einen Bildschirm zur Klassenauswahl. Ihr könnt euch mit eurer Ausrüstung auf Nahkampf, Fernkampf, Magie oder Beschwörung konzentrieren und euch mit neuen Funden anders ausrichten. Eine Person bleibt mit einer schweren Waffe dicht an den Gegnern, während eine andere aus der Distanz angreift oder Diener in den Kampf schickt. Das sind Ausrüstungsentscheidungen, keine zugewiesenen Gruppenrollen. Dieselbe Person kann ihre Ausstattung anpassen, wenn die Welt sich weiterentwickelt und neue Gegenstände verfügbar werden.

Euer Charakter bringt das eigene Inventar und die Ausrüstung mit, während eine Welt ihre Karte, Gebäude, Truhen und Bossfortschritte behält. So könnt ihr mit einer vertrauten Figur zurückkehren; gemeinsame Truhen lassen euch Rohstoffe und Ausrüstung in der Basis lagern. Eine bereits gut ausgerüstete Figur aus einer anderen Welt kann allerdings weit vor dem Fortschritt der neuen Gruppe liegen. Neue Charaktere halten die gemeinsame Ausrüstung eher auf demselben Stand. Bei höheren Weltschwierigkeiten skalieren Bossgesundheit und manche Anforderungen von Ereignissen mit der Spielerzahl. In Expert- und Master-Welten erhalten Spielerinnen und Spieler, die dem besiegten Boss Schaden zugefügt haben, jeweils eigene Treasure Bags. Im Classic-Modus gibt es nicht für jede Person eine eigene Tasche.

Die Welt verändert sich auch nach dem ersten Boss

Es gibt weder eine feste Gruppe von Helden noch eine dialogreiche Kampagne, der ihr folgen müsst. Die Stimmung entsteht an den Orten, die ihr entdeckt, und durch den Kontrast zwischen einer ruhigen Oberfläche und den Gefahren darunter: Auf einen hellen Wald folgen dunkle Höhlen, die unheimliche Verderbnis oder das Purpur, das leuchtende Heiligland und die Hitze und Lava der Unterwelt. Die Pixelgrafik ist auf einen Blick lesbar, doch in Höhlen kann es eng werden und Bosskämpfe füllen den Bildschirm mit Geschossen, Gegnern und Effekten. Je nach Ort und Gefahr wechselt die Musik und lässt sich eine gewöhnliche Reise anders anfühlen als eine Nacht unter Tage oder ein Ereignis, das über die Oberfläche hereinbricht.

Das passt zu Gruppen, die ihre Sitzungen in einer größeren Sandbox selbst gestalten möchten. Ihr könnt auf der Suche nach einem neuen Material umherziehen, zur Basis zurückkehren und sie ausbauen, angeln oder Zutaten sammeln, eine Lorenstrecke bauen oder einen wartenden Boss angehen. Es gibt viele Gründe, vom Hauptfortschritt abzuzweigen, und durch die zufällige Weltgenerierung liegen nicht in jeder Karte dieselben Höhlen, Truhen und Biome an denselben Stellen. Unterschiedliche Weltgrößen, Schwierigkeitsgrade und besondere Seeds verändern die Bedingungen für einen weiteren Durchlauf.

Der Journey-Modus ist eine eigene, stärker anpassbare Variante: Ihr könnt Einstellungen wie die Gegnerstärke ändern und Gegenstände duplizieren, nachdem ihr genug davon erforscht habt. Er hat einen eigenen Charakter- und Welttyp, daher braucht jede Person, die beitritt, einen Journey-Charakter. Diese Figuren können keine Standardwelten betreten. Classic-, Expert- und Master-Welten haben ebenfalls jeweils einen eigenen Weltschwierigkeitsgrad. Er beeinflusst, wie stark Bosse und Ereignisse eure Gruppe fordern; der Charakterschwierigkeitsgrad bestimmt separat, was beim Tod einer Figur passiert.

Für Online-Spiele ist Host & Play der schnelle Einstieg: Der Host wählt Figur und Welt und lädt Steam-Freunde ein oder stellt die Sitzung für Freunde bereit. Die Welt läuft auf dem Computer des Hosts und wird geschlossen, wenn dieser das Spiel verlässt. Ein dedizierter Server kann dieselbe Welt verfügbar halten, ohne dass sein Besitzer mitspielt; standardmäßig hat er 16 Spielerplätze, die der Serverbetreiber ändern kann. Der Beitritt über eine Serveradresse wird unterstützt. Die Desktop-Version ist für Windows, macOS und Linux verfügbar. Crossplay zwischen der Desktop-Version und Konsolen oder Mobilgeräten ist derzeit nicht allgemein verfügbar, daher sollte eure PC-Gruppe dieselbe Desktop-Version nutzen.

Terraria eignet sich besonders für Freunde, die in eine gemeinsame Welt zurückkehren und sie zwischen Bosskämpfen mit Entdeckungen und Projekten wachsen sehen möchten. Ihr könnt eine kleine Unterkunft bauen und für den Abend aufhören oder euch von der Entwicklung der Karte von Holzwerkzeugen bis zu einer Reihe weltumspannender Bosskämpfe führen lassen. Die Freiheit ist ein Reiz, aber auch die Menge an Wissen, die das Spiel euch selbst überlässt: Handwerk und Bossvoraussetzungen sind mit den Hinweisen im Spiel manchmal schwer herauszufinden. Wenn eure Gruppe gern eine Welt und ihre vielen Systeme entschlüsselt, wartet hinter der nächsten Höhle oder beim nächsten Ereignis wahrscheinlich schon ein neuer Grund zum Weiterforschen.

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