In Madballs in Babo:Invasion rollen bewaffnete Kugeln durch labyrinthartige Arenen. Ihr könnt online mit bis zu drei Freunden Kampagnenlevel spielen oder eure freigeschalteten Figuren in kompetitive Partien mit bis zu sechzehn Spielern mitnehmen. Im Enduro-Modus könnt ihr auch die gesamte Kampagne am Stück spielen, statt euch jeweils nur ein Level vorzunehmen.
Eine Kampagne aus Bewegung und Feuerkraft
Die Kampagne handelt von einem Krieg zwischen zwei Gruppen auf dem Planeten Babo. Ihr wählt eine Seite und rollt durch zehn labyrinthartige Level, in denen Gegner, Gefahren, Schalter und Wege jeden Kampf beeinflussen. Die Kamera blickt von schräg oben auf eure Figur; bei Bedarf könnt ihr zur Draufsicht wechseln, die mehr wie ein klarer Blick auf die Karte wirkt. Bewegung und Zielen steuert ihr getrennt. So könnt ihr durch einen Korridor rollen und zugleich ein Ziel im Visier behalten – das fühlt sich eher nach Arena-Shooter als nach einem Jump-and-Run mit Schusswaffen an.
Eure Figur geht nie zu Fuß. Sie nimmt beim Rollen Fahrt auf, und dieser Schwung hilft euch, durch einen Raum zu kommen, Geschossen auszuweichen oder den nächsten Schuss auszurichten. Die Figuren steuern sich unterschiedlich: Eine schwerere Kugel kann große Waffen abfeuern, ohne so stark zurückgestoßen zu werden; eine leichtere wendet schneller, kann beim Schießen aber zurückprallen. Manche Klassen fliegen, andere bewegen sich in kurzen Sprints, und wieder andere halten mehr aus oder unterstützen Verbündete. Im selben Gefecht kann ein Freund etwa über eine Lücke schweben, während ein anderer am Boden bleibt, oder eine Support-Figur legt ein Heilfeld an, während Gegner näherkommen.
Es gibt viele Waffen, oft mit alternativen Feuermodi. Maschinengewehre und Raketen sind vertraut, während Energie-, Hitze- und Kältewaffen andere Möglichkeiten bieten, Gegner mit bestimmten Resistenzen zu bekämpfen. Granaten und andere Wurfgeschosse können eine Gruppe von Feinden treffen oder euch dazu bringen, euch zu bewegen, bevor ein voller Raum noch gefährlicher wird. Figuren haben außerdem besondere Fähigkeiten mit unterschiedlichen Aufgaben: Ein Temposchub bringt euch aus einer brenzligen Lage, eine Abwehrfähigkeit kann einen Gegner stören und eine Heilfähigkeit hält einen Verbündeten im Kampf. Die Effekte zeigen schnell, warum die Wahl eines Freundes wichtig ist – dafür braucht ihr keinen langen Ausrüstungsbildschirm.
Die Kampagne verlangt nicht, dass ihr jeden Raum leert, bevor ihr weiterkommt. Ihr könnt euch durch Gegner schießen, sie mithilfe der Umgebung umgehen oder auf dem Weg nach Schaltern und Sammelobjekten suchen. In den Leveln findet ihr Terminals mit kurzen Story-Hinweisen, Behälter mit Vorräten und Punkte-Multiplikatoren, die besiegte Gegner fallen lassen. Wege verengen sich etwa an einer Brücke oder öffnen sich zu einer größeren Arena; später kommen weitere Gefahren und Gegnertypen hinzu. Die Schauplätze wechseln von Dschungelgebieten zu Tempeln, Industrieanlagen und anderen seltsamen Orten – so sieht nicht jeder Kampf wie derselbe lange Korridor aus.
An bestimmten Stellen könnt ihr eure Figur an einem Gerät im Level wechseln. Dadurch wird ein Kampagnenabschnitt auch zu einer kleinen Problemlöseaufgabe: Vielleicht braucht ihr eine schnellere Kugel, um eine Gefahr zu überwinden, eine schwerere gegen einen zähen Gegner oder eine Unterstützungsfähigkeit, wenn die Gruppe zu viel Schaden nimmt. Schwächen der Gegner sprechen ebenfalls dafür, die Waffe zu wechseln, statt mit der erstbesten den Abzug gedrückt zu halten. Ein guter Treffer kann Gesundheit, Punkt-Multiplikatoren oder Wurfgeschosse hinterlassen. So gibt es einen Grund, weiterzukämpfen und nicht einfach nur zum Ausgang zu rollen.
Bis zu vier Spieler für die ganze Kampagne
Die PC-Version unterstützt Online-Koop für zwei bis vier Spieler. Ihr könnt Freunde in ein einzelnes Kampagnenlevel einladen oder mit Enduro die gesamte Kampagne als zusammenhängenden Lauf spielen. Enduro verändert den Rahmen einer Sitzung: Statt ein Level als kurzen Ausflug zu behandeln, arbeitet ihr euch gemeinsam durch die ganze Reihe unterschiedlicher Schauplätze und Kämpfe. Wenn eure Gruppe erst eine Figur testen oder einen schwierigen Abschnitt noch einmal angehen möchte, lässt sich stattdessen ein einzelnes Level auswählen.
Im Koop erwarten euch die Kämpfe und die Bewegung der Kampagne. Ihr rollt durch dieselben Räume, zielt auf dieselben Gegnerwellen, betätigt Schalter, überwindet Hindernisse und sucht nach Vorräten. Die Mischung aus Klassen und Waffen eröffnet unterschiedliche Ansätze, schreibt euch aber keine festen Rollen vor. Ihr könnt alle kampfstarke Figuren wählen oder Feuerkraft gegen eine Fähigkeit tauschen, die heilt oder Gegner stört. Das ist praktisch, wenn eure Gruppe die Steuerung erst kennenlernt oder jemand nach einem schwierigen Kampf die Figur wechseln möchte.
Aus der erhöhten Kameraperspektive könnt ihr einen großen Teil des Raums überblicken. Das hilft beim Entdecken von Gegnern und Wegen, doch Wände und Überbauten können eure Kugel kurz verdecken. Die alternative Draufsicht lässt sich bei solchen Hindernissen besser lesen. Der größere Überblick macht auch die Position eurer Freunde erkennbar. Inmitten von Explosionen und farbigen Effekten ist allerdings nicht jeder Angriff sofort zu erkennen. Wenn mehrere Spieler gleichzeitig schießen, wird das Bild schnell voll.
Für die PC-Version ist kein Couch-Koop oder Splitscreen bestätigt. Plant Online-Spiele ein: Jeder Freund spielt an einem eigenen Rechner mit einer eigenen Spielkopie. Der PC-Eintrag nennt Online-Koop und plattformübergreifendes Spielen zwischen PC und Mac. Dabei gibt es einen wichtigen Haken: Steam kennzeichnet das Spiel als nicht kompatibel mit macOS Catalina oder neuer. Wenn Freunde aktuelle Macs nutzen, solltet ihr die Kompatibilität klären, bevor ihr euch auf Cross-Play verlasst. Die angegebenen Windows-Systemanforderungen sind nach heutigem Maßstab sehr niedrig und benötigen wenig Festplattenspeicher. Der aktuelle Steam-Client setzt allerdings Windows 10 oder neuer voraus, auch wenn die alten Spielanforderungen frühere Windows-Versionen nennen. Controller werden teilweise unterstützt; mit Maus und Tastatur könnt ihr ebenfalls spielen.
Invasion macht die Karte zum Teil des Gefechts
Wenn ihr eine andere Art Gruppensitzung sucht, stellen die kompetitiven Modi Spieler gegeneinander. Über alle Online-Modi hinweg unterstützt das Spiel bis zu sechzehn Personen. Dazu gehören Jeder-gegen-jeden- und Teamgefechte, Capture the Flag und Invasion. Im Teamspiel gibt es einen Grund, in der Nähe eines Partners zu bleiben. Im Jeder-gegen-jeden-Modus versucht jeder, als letzte Kugel übrig zu bleiben. In denselben Partien nutzt ihr die Waffen und Fähigkeiten der Figuren aus der Kampagne; freigeschaltete Ausrüstung beeinflusst also auch eure Mehrspieler-Auswahl.
Invasion baut das Schlachtfeld um. Vor einem Match legen beide Teams abwechselnd Geländeteile und formen damit ihre jeweilige Kartenhälfte. Außerdem positioniert jede Seite Energie-Knoten und eine Basis. Sobald das Gefecht beginnt, dringt ihr ins gegnerische Gebiet vor und kämpft um die Knoten. Kontrolliert ein Team genug davon, sinkt der Schutz der gegnerischen Basis und sie wird angreifbar. Mit den Geländeteilen lassen sich Wege und Deckung festlegen, bevor der erste Schuss fällt. Das Basisziel gibt dem Kampf eine gemeinsame Richtung, die über einzelne Abschüsse hinausgeht. Zwischen den Runden wird der Aufbau neu erstellt: Die Waffen bleiben vertraut, aber der Weg durch die Karte ändert sich.
Die Planungsphase steht im deutlichen Gegensatz zur Bewegung im Gefecht. Ein Team kann einen verwinkelten Weg anlegen, der Angreifer aufhält, oder eine direkte Route zu einem Knoten offenlassen. Sobald der Countdown endet, zählen diese Entscheidungen nur, wenn ihr auch durch das gegnerische Feuer rollen und die Kontrolle behalten könnt. Der Modus verbindet schnelles Zielen mit etwas Kartengestaltung. Ihr könnt also über den Aufbau sprechen und euch anschließend gegenseitig beschießen. Invasion bleibt jedoch ein kompetitiver Modus: Es ist keine weitere Kampagnenmission, in der alle Spieler auf derselben Seite stehen.
Die übrigen Versus-Modi bieten kürzere Ziele. Bei Capture the Flag treffen Teams auf gegenüberliegenden Seiten der Karte aufeinander, während sich Skirmish auf das Ausschalten der Gegner konzentriert. Die größeren Arenen geben schnellen Figuren Raum, Strecke zu machen; schwerere können mit einer weniger rückstoßanfälligen Waffe einen Engpass halten. Besondere Angriffe entscheiden einen nahen Kampf schnell: Eine Figur springt aus der Gefahrenzone, bringt einen Gegner aus dem Takt oder wird so groß, dass sie Feinde in der Nähe zerquetscht. Das kann hektisch werden, doch die Steuerung bleibt gleich: rollen, zielen, eine Waffe wählen und eine Fähigkeit einsetzen, sobald sich eine Gelegenheit bietet.
Freischaltungen geben euch neue Optionen
Die Kampagne verfolgt Geheimnisse und Freischaltungen, darunter Figuren, Waffen und Fähigkeiten. Ihr könnt alternative Wege erkunden, nach etwas suchen, das ihr übersehen habt, oder ein Level wiederholen. Beide Fraktionen haben denselben parallelen Kampagnenaufbau, geben euch aber andere Figuren und Waffen. Mit der anderen Seite zu spielen verändert also eher eure Werkzeuge als das grundlegende Ziel. Freischaltungen verbinden zudem Kampagne und Mehrspieler: Ein Teil eurer neuen Optionen kann auch in den Online-Modi eingesetzt werden.
Dieses System dreht sich eher ums Ausprobieren als um eine langfristig aufgebaute Figur. Eine andere Madball verändert eure Bewegung und Spezialfähigkeit; eine andere Waffe bestimmt, wie ihr auf Gegnertypen oder offene Bereiche reagiert. Ihr könnt mit fünf groben Archetypen experimentieren: Assault, Heavy, Runner, Flyer und Support. Findet eine Figur, deren Steuerung zum jeweiligen Raum passt. Support lässt sich leichter mit Teamhilfe verbinden, aber kein Kampagnenlevel schreibt euch eine feste Klasseneinteilung vor. Eure Freunde können die Rolle wechseln, wenn eine andere Figur freigeschaltet wird.
Kampagne und Versus-Modi bieten unterschiedliche Gründe, zurückzukehren. In einem bekannten Level könnt ihr etwas nachholen oder eure Punktzahl verbessern; eine neue Invasion-Karte verändert dagegen die möglichen Wege. Es gibt mehr als zwanzig Mehrspieler-Arenen und verschiedene Umgebungen in der Kampagne. Zusammen mit den festen Arenen und dem Kartenbau hat eine Gruppe mehr Abwechslung als nur dasselbe Deathmatch-Layout. Trotzdem bleibt das Spiel ein überschaubarer Action-Shooter mit einer abgegrenzten Kampagne und keine auf Dauer angelegte Reihe ständig neuer Missionen.
Ein quirliger Shooter, den ihr besser gemeinsam plant
Madballs in Babo:Invasion nimmt sich nicht allzu ernst: Kugeln mit riesigen Augen tragen übergroße Waffen, zerplatzen in bunten Spritzern und kommentieren Gefechte mit kurzen Sprüchen. Darunter steckt ein Kampfsystem, bei dem Schwung, Waffenhandhabung und gegnerische Resistenzen zählen. Ihr könnt mit Tempo durch einen Raum rollen, mitten im Kampf eine neue Waffe finden und umdenken, wenn ein schwerer Gegner euren aktuellen Angriff abwehrt. Selbst wenn der Raum voller Gefahren und Explosionen steckt, bleibt die Optik farbenfroh.
Ein paar praktische Grenzen gehören zu diesem Aufbau. Wände und Überbauten können eure Kugel verdecken. Die Mischung aus Gegnerwellen, engen Räumen und Schaltern kann sich wiederholen, wenn ihr in jedem Level ein völlig neues Ziel erwartet. Auch die Schwierigkeit kann in bestimmten Kämpfen plötzlich deutlich anziehen. Der Rhythmus besteht aus kurzen Aktionsabschnitten, ein paar Entscheidungen über Weg oder Ausrüstung und dem nächsten Kampf. Das passt am besten, wenn eure Gruppe genau diese Schleife interessant findet.
Die Steam-Seite führt Online-Koop und Cross-Play auf, aber öffentliche Lobbys sind dünn besetzt. Spielberichte aus unterschiedlichen Jahren erwähnen immer wieder, dass öffentliche Partien schwer zu finden sind. Plant also am besten eine Sitzung mit euren Freunden, statt davon auszugehen, dass die Spielersuche eine volle Lobby findet. Einer von euch kann ein Match hosten; Steam führt außerdem ein separates Dedicated-Server-Tool. Für eine kleine Gruppe ist es am einfachsten, eine Zeit auszumachen und sich direkt zu verbinden.
Wenn eure Gruppe eine kompakte Online-Kampagne mit ungewöhnlichen Figuren und einem taktischeren Versus-Modus sucht, bietet Madballs eine besondere Mischung: gemeinsame Kämpfe in Kampagnenleveln und Versus-Arenen, in denen ihr das Schlachtfeld neu gestalten könnt. Durch die Online-Pflicht und die ruhigen öffentlichen Lobbys eignet es sich eher für Freunde, die ihre Sitzung und die Plattform-Kompatibilität vorher absprechen. Vier Spieler sind das Maximum im Koop; die Zahl sechzehn gilt für kompetitive Mehrspieler-Modi, nicht für die Kampagne.