Sizilien 1943 als Wargame
Combat Mission Fortress Italy führt in den Südlichen Theatern der Zweiten Weltkriegs-Kriege, konkret in den sizilianischen Feldzug von Juli bis August 1943. Die amerikanischen Verbände treten dort erstmals nach der Reorganisation gegen erfahrene Einheiten der Wehrmacht und der Luftwaffe sowie verschiedene Verbände der italienischen Armee an. Das trockene, offene Gelände prägt die Gefechte und unterscheidet das Spiel deutlich von anderen Combat-Mission-Titeln. Neben den Amerikanern und Deutschen stehen vollständig neue italienische Kräfte zur Verfügung, darunter die Bersaglieri. Zu den besonderen Formationen zählen zudem die amerikanischen Rangers und die deutsche Hermann-Göring-Division. Die Truppenorganisationen der Amerikaner und Deutschen weichen spürbar von anderen Combat-Mission-Spielen ab. Inhaltlich gibt es vier Kampagnen und 17 einzelne Schlachten rund um die Kontrolle über Sizilien. Für die Gefechte stehen 38 Fahrzeuge sowie zahlreiche weitere Waffen zur Verfügung, von denen viele speziell für Fortress Italy entwickelt wurden.
Zusammen spielen
Die Gefechte laufen entweder in Echtzeit oder im WeGo-Modus. WeGo funktioniert als rundenbasierter Hybrid: Jeder Spieler plant 60 Sekunden Gefechtszeit, danach werden die Befehle beider Seiten gleichzeitig ausgeführt. Diese Runden lassen sich erneut ansehen. Gegen einen anderen Spieler lässt sich per PBEM, im Hotseat am selben Rechner oder über TCP/IP im lokalen Netzwerk und im Internet antreten. Das Quick-Battle-System bietet darüber hinaus die Möglichkeit, eine eigene Truppe zusammenzustellen und auf einer beliebigen Karte aus einem breiten Angebot zu kämpfen. Ein Editor für Karten und Szenarien erlaubt es, eigene Schlachten und Kampagnen zu bauen und mit anderen zu teilen.
Realismus und Simulationsdetails
Jeder Soldat und jedes Fahrzeug wird im Maßstab 1:1 als 3D-Modell dargestellt, mit beweglicher Federung und animierten Luke. Ballistik, Panzerung und Durchschlagwerte basieren auf detaillierten realen Daten und Algorithmen; es gibt keine Trefferpunkte oder vorberechneten Auflösungstabellen. Fahrzeugschäden werden pro Subsystem verfolgt. Wetter, Licht und Terrain beeinflussen, wie Einheiten und Waffen funktionieren. Ebenso wichtig sind die sogenannten Soft Factors: Erfahrung, Moral und Führung wirken auf einzelne Soldaten und bestimmen, wie sich Einheiten verhalten. Die taktische KI bildet den psychischen Zustand und die Eigenschaften jedes Soldaten ab. Relative Spotting sorgt dafür, dass jeder Soldat das Schlachtfeld mit dem eigenen Blick wahrnimmt, und zusammen mit dem Kommando- und Kontrollsystem (C2) entsteht ein realistischer Informationsfluss. Diese Systeme erzeugen Kriegsnebel und begrenzte Sicht auf den Gegner.