Ein Shooter, in dem alle blind sind

Muffled Warfare ist ein Multiplayer-Ego-Shooter von Gattai Games, in dem niemand etwas sieht. Stattdessen nutzen alle per Echolokation den Schall: Geräusche machen die Umgebung und die Gegner sichtbar, Schüsse verraten Positionen, und wer ruhig bleibt, bleibt auch unentdeckt. Der Vergleich mit einem blinden Superhelden in rotem Kostüm aus den Store-Texten passt gut: Ihr bewegt euch in der ersten Person, habt Waffen in der Hand und arbeitet euch über Klänge an eure Gegner her. Das Ganze steckt laut Store in der Early Access und wird als experimenteller, schneller und surrealer Arena-Shooter beschrieben – inklusive ungewöhnlicher Waffen und Roboter-Gestalten. Er stammt von den Entwicklern von Stifled, wobei hier der Fokus deutlich mehr auf Tempo und Kampf liegt als auf langsamen Erkunden.

Zusammen online antreten

Das Spiel ist als Online-PvP ausgelegt, das heißt, ihr trettet gegeneinander über das Internet an. In der Runde geht es darum, sich lautlos zu bewegen und gleichzeitig die Geräusche der Gegner zu deuten: Wer schreit, schießt oder zu unvorsichtig ist, wird hörbar und damit zur leichten Beute. Die Stealth-Mechanik besteht darin, in die Stille zu rutschen – je weniger ihr macht, desto weniger seht und hört ihr andere, aber auch weniger seht ihr selbst eure Umgebung. Genau dieser Zielkonflikt trägt den Rhythmus des Spiels: laute Aktionen bringen Infos und Kills, bringen euch aber auch um. Die Tags ordnen das als taktischen, kompetitiven und experimentellen Shooter ein, der bewusst schnell und ohne großes Herumgehen spielen soll. Wer eine Runde plant, braucht Kopfhörer und sollte sich darauf einstellen, dass die Lautstärke euer wichtigstes Werkzeug ist.

Was ihr vor dem Start wissen solltet

Muffled Warfare befindet sich in der Early Access, das heißt, Inhalt und Abstimmung können sich währenddessen noch ändern. Die Store-Beschreibung ist bewusst augenzwinkernd formuliert und nennt selbstironisch Dinge wie „Future-Gen AI" und vier Farben – nehmt die Feature-Liste daher nicht wörtlich, sondern als Hinweis auf den tonigen, experimentellen Charakter des Spiels. Plattformangaben, Rundenzahlen oder Teamgrößen macht der Store nicht, also verlasst euch vor dem Kauf nicht auf Annahmen dazu. Praktisch: Die Entwickler verweisen darauf, dass es eine Community gibt, über die man Mitspieler findet, denn als reines Online-PvP-Spiel lebt es davon, dass genug Gegner da sind. Wenn ihr ohnehin gern schnelle, ungewöhnliche Shooter spielt und die Idee euch reizt, die Augen zuzumachen und nur auf das Ohr zu hören, seid ihr hier genau richtig.

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