Clones spielt seine Rettungsrätsel in einer farbenfrohen Science-Fiction-Welt aus umherirrenden Außerirdischen, seltsamen Maschinen und gefährlichen Höhlen. Die verspielten Kreaturen sorgen für einen leichten Ton, während Lava, Säure, bewegliches Gelände und abrupte Routenwechsel die Level gefährlich wirken lassen. Die Geschichte führt durch Regionen und Herausforderungen der Elder, statt eine lange filmische Erzählung zu bieten.
Clones nimmt das Lemminge-Prinzip mit kleinen, ziellos umherlaufenden Figuren und macht daraus eine Multiplayer-Arena. Du und deine Freunde lenkt eine Reihe kleiner Alien-Klone durch Höhlen, Maschinenräume und andere gefährliche Level. Dafür weist ihr ihnen vorübergehend Körperformen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu. In manchen Multiplayer-Leveln löst ihr das Rätsel gemeinsam; in anderen tretet ihr in Teams gegeneinander an, um mehr Klone zu retten, ein Ziel zuerst zu erreichen oder die Gegenseite auszuschalten. Online und im LAN können bis zu 16 Personen in acht Gruppen spielen. Entscheidend ist also, ob ihr zusammen knobeln oder dieselben Rätselmechaniken in einem Wettkampf nutzen wollt.
Ein Befehl nach dem anderen
Ein Level beginnt damit, dass Klone an einem Eingang erscheinen und loslaufen, ohne besonders auf Gefahren zu achten. Sie gehen weiter, bis sie auf ein Hindernis treffen, abstürzen oder ein Ziel erreichen. Du wählst einen Klon aus, weist ihm eine Morph-Form zu und beobachtest, was passiert. Ein Drill gräbt sich durch den Boden, ein Clob tunnelt seitwärts, ein Puff lässt einen Klon nach einem gefährlichen Sturz schweben, ein Spin schleudert ihn schräg nach oben und ein Mold kann eine Brücke bilden. Andere Formen lenken die Gruppe um, brechen Hindernisse auf oder verwandeln einen Klon in nützliches Baumaterial. Das Spiel nennt diese Verwandlungen Morphs. Das Rätsel besteht darin, dem richtigen Klon rechtzeitig die passende Form zu geben, bevor die ganze Gruppe in eine Gefahr läuft.
Zwischen einem Problem und deinem Befehl liegt eine kurze Pause, die den Rhythmus von Clones bestimmt. Du steuerst nicht jedes Wesen direkt. Die meisten folgen automatisch ihrem Weg, während du das Gelände veränderst oder vorübergehend ihre Körperform anpasst. Erreicht ein Klon den Ausgang, ist er in Sicherheit; läuft er in Lava, Säure oder Wasser, ist er verloren. Für eine Lücke brauchst du vielleicht eine Brücke, für eine senkrechte Wand einen Tunnel und für einen gefangenen Klon eine andere Form, mit der er zurück auf den Weg kommt. Manche Maschinen helfen, andere sorgen für Ärger. Ein Level kann außerdem Schalter, wechselnde Schwerkraft, Wurmlöcher, bewegliche Landmassen und weitere Apparaturen enthalten.
Sobald mehrere Klone unterwegs sind, gibt es auf dem Bildschirm einiges zu beachten. Du kannst einzelne Figuren auswählen oder mehreren denselben Morph-Befehl geben; Tastenkürzel beschleunigen wiederholte Befehle. Minikarte, Warnungen, die Vorschau auf künftige Positionen namens Quantum Time und Kontrollpunkte helfen dir, das Geschehen im Level im Blick zu behalten. In Einzelspieler-Rätseln kannst du die Zeit anhalten, um in Ruhe zu planen; dafür gibt es einen Abzug in der Endwertung. Kontrollpunkte speichern deinen Fortschritt, sodass du eine andere Abfolge ausprobieren kannst, ohne alles vor der schwierigen Stelle zu wiederholen.
Die ungewöhnlichste Ausnahme zur indirekten Steuerung ist der Light Clone, der sich mit direkter Eingabe drehen und springen kann. Dark Clones haben andere Vorteile: Sie überstehen Stürze, die gewöhnliche Klone zerstören würden, und können bestimmte Metallflächen aufbrechen. Diese Spezialformen sorgen dafür, dass es auf die Frage „Wie kommen wir zum Ausgang?“ mehr als eine Antwort gibt. Eine Lösung kann einen sicheren Weg voraussetzen, einen Spezialklon für ein Hindernis nutzen oder damit klarkommen, dass nicht alle Klone überleben müssen.
Gemeinsam knobeln oder gegeneinander antreten
Clones bietet zwei unterschiedliche Arten von Gruppenspiel. In mehr als 50 Multiplayer-Leveln arbeitet ihr kooperativ am selben Rätsel. Daneben gibt es Turniermodi, in denen eure Klone gegen eine Gruppe in einer anderen Farbe antreten. Das ist nicht dasselbe: Im Koop ist das Rätsel das gemeinsame Problem, im Turnier gehört das andere Team dazu.
In Koop-Leveln bleibt die Grundsteuerung gleich: Die Klone laufen selbstständig, während ihr Gelände verändert oder Morphs zuweist, um sie umzuleiten. Gemeinsam lest ihr den Weg und wählt für jedes Hindernis die passende Fähigkeit, statt getrennte Figuren direkt zu steuern. Lücken, senkrechte Wände und gefährliche Flüssigkeiten verlangen unterschiedliche Lösungen; manchmal erreicht die Gruppe den Ausgang, ohne jeden Klon zu retten.
Die Wettkampfziele geben bekanntem Gelände einen anderen Zweck. Bei Corral the Clone versuchen Gruppen, mehr Klone als ihre Rivalen hochzubeamen; sie dürfen auch Klone der anderen Gruppe stehlen. Procure the Particle verlangt, ein Teilchen zu seinem Behälter zu bringen. Bei Capture the Clone befinden sich besondere, fangbare Klone im Level; wer einen davon zuerst hochbeamt, gewinnt. In Multiverse Match spielt jede Gruppe in einer eigenen Kopie des Levels und versucht, möglichst schnell die meisten Klone zu retten. Quantum Quarrel ist der direkte Kampf: Mit Fähigkeiten wie Lop, Clob und Nova greifen Gruppen die Klone der anderen an. Es gewinnt die Gruppe, deren letzter Klon übrig bleibt.
Dadurch kann sich das Spiel von sorgfältiger Routenplanung zu einem Rennen oder Sabotage-Match verändern, obwohl die grundlegende Steuerung gleich bleibt. In einem Level ist ein Hindernis wichtig, weil es eure Rettungsaktion gefährdet. In einem anderen könnt ihr mit demselben Gelände Rivalen ausbremsen oder ihnen Klone abluchsen. In manchen Turniereinstellungen kann der Host die Klonzahl oder die verfügbaren Morphs pro Gruppe anpassen. So lässt sich ein schnelles Rennen oder ein anspruchsvolleres Rätsel in den Vordergrund stellen. Eine Partie unterstützt bis zu 16 Personen in acht Gruppen. Eure Gruppe muss nicht alle Gruppen besetzen, und Zuschauer können einer gehosteten Partie zusehen.
Pilgrimage ist eine Einzelspieler-Kampagne mit eigenen Rätseln und Kämpfen gegen Elder CloneMasters. Eigene Koop-Level im Mehrspieler bieten eine separate Gruppenoption; ob sich die Koop-Funktion auf die gesamte Kampagne erstreckt, ist unklar.
Eine Pilgerreise durch die Rätsel
Für Einzelspieler ordnet die Karte des Clones-Planeten mehr als 150 Rätsel in fünf thematischen Regionen und 11 CloneMasters. Die frühen Level führen Schritt für Schritt die grundlegenden Morphs ein. Später werden die Rätsel schwieriger und kombinieren sie mit ungewöhnlichem Gelände und Maschinen. Jeder Elder eröffnet eine neue Region und nach und nach anspruchsvollere Aufgaben. Wenn du den abschließenden Kampf eines Elder gewinnst, erhältst du ein Medaillonstück. Mit allen Stücken kannst du den Weg zum letzten Gegner öffnen.
Optionale Qdots geben dir einen Grund, ein Level nach dem Ausgang noch einmal genauer anzusehen. Sie beeinflussen deine Punktzahl und die Rätselstatistik; das Rettungsziel abzuschließen ist also nicht immer gleichbedeutend mit dem besten Ergebnis. Das Spiel erfasst Zeit, gerettete Klone, gesammelte Qdots und weitere, vom Modus abhängige Werte. Über das CloneStats-System gibt es Ranglisten für einzelne Rätsel. Die Multiplayer-Liga kann außerdem Eins-gegen-eins-Partien mit Ranglisten versehen. Dadurch kann ein bekanntes Level zu einem Test für Tempo und Präzision werden. Diese Wertung bleibt aber etwas anderes als das einfache Abschließen der Kampagne.
Quantum Loop ist neben Pilgrimage eine weitere Einzelspieler-Herausforderung; Turniermodi bieten davon getrennte Wettkämpfe mit Freunden.
Zwischen den Rätselabschnitten erhältst du Stempel, Verzierungen und versteckte Level. Verzierungen verändern das Aussehen deiner Klone, während du mit Stempeln Gelände markieren kannst. Diese Extras geben gelösten Rätseln weitere kleine Belohnungen, ohne das Grundziel zu verändern. Der eingebaute Editor bietet eine weitere Langzeitbeschäftigung: Du formst Gelände, platzierst Gefahren und Maschinen aus dem Spiel und richtest Auslöser ein, die auf Aktionen reagieren. Benutzerdefinierte Level lassen sich auch als Multiplayer-Pakete bündeln und teilen. So kannst du nach den enthaltenen Rätseln neue ausprobieren.
Der Editor macht auch verständlich, warum sich Multiplayer-Partien von Karte zu Karte stark unterscheiden. Auf einem kleinen selbst erstellten Level stehen sich die Gruppen vielleicht direkt gegenüber und können sich leicht in die Quere kommen. Ein größeres Rätsel kann sie auf getrennte Wege schicken. Vor dem Start wählt der Host das Level und die Partieeinstellungen aus. Öffentliche Partien lassen sich über Listen finden; private Sitzungen können direkt verbunden werden. Ein Level-Paket kann neue Rätsel ergänzen, aber nicht jede Community-Karte hat automatisch das Tempo und die Klarheit der geführten Kampagne.
Was ihr zum Spielen braucht
Clones läuft unter Windows. Die Mindestanforderungen sind überschaubar: ein 1,5-GHz-Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher, eine DirectX-9-Grafikkarte mit 64 MB Speicher und 500 MB Festplattenspeicher. Multiplayer nutzt eine Internet- oder LAN-Verbindung. Hosts können öffentliche Turniere durchsuchen, LAN-Partien aufrufen oder sich direkt per Hostname oder IP-Adresse verbinden. Je nach Netzwerk muss ein Host möglicherweise Port 9877 für TCP und UDP weiterleiten. Gesteuert wird mit Maus und Tastatur.
Wenn ihr schon eine Gruppe habt, könnt ihr über einen privaten Host oder ein LAN direkt eine Partie organisieren. Der Computer einer Person übernimmt die Host-Rolle.
Das Rätselprinzip passt zu Freunden, die gemeinsam ein volles Level untersuchen und herausfinden wollen, was sich als Nächstes ändern muss. Das Tempo lässt Zeit, den Weg nachzuvollziehen, einen Klon auszuwählen und die Folgen abzuschätzen. Spätere Level können mehrere Versuche erfordern, wenn Gefahren und Morphs zusammenwirken. Für spontane Partien stehen öffentliche Turniere zur Wahl; mit Freunden bieten Koop-Level, LAN, Teamwettkämpfe und der Editor mehrere Möglichkeiten, dieselben Klonfähigkeiten einzusetzen.