Schiffe bauen, bis die Physik mitmacht

ShipCrafter ist ein maritimes Sandbox-Spiel, in dem du dein Schiff selbst zusammenbaust und es dann in Gefechte schickst. Im Editor siehst du nicht nur, was wo sitzt, sondern auch die wichtigsten Zahlen: die Dichte des Schiffs und seinen Schwerpunkt. Das ist der eigentliche Kern des Spiels, denn die Physik rechnet mit Gewicht und eingetauchtem Volumen. Ein Schiff, das zu schwer am Bug ist, geht dort eben unter, und mit einstellbaren Ballasttanks baust du sogar tauchbare Entwürfe. Neue Teile erschließen sich, je weiter du kommst, und aus Einzelteilen entstehen Schlachtkreuzer, Zerstörer oder U-Boote.

Gefechte mit echter Ballistik

Geschosse werden realistisch simuliert: Flugbahn mit Luftdruckveränderungen über der Höhe, Durchschlag abhängig von Panzerstärke, Auftreffwinkel, Geschossgeschwindigkeit und -masse, dazu die Absprungwahrscheinlichkeit. Genau deshalb gibt es keine herkömmlichen Trefferbalken. Schäden sind physisch: Wird ein Turm getroffen, verliert er an Leistung, ein beschädigtes Triebwerk zieht spürbar. Dazu kommen Wetter, Tageszyklen und Wellengang, die die See verändern. Die Geschwindigkeiten und Distanzen sind dabei bewusst reduziert, damit die Gefechte zügig bleiben und nicht erst nach einer Minute der erste Treffer fällt.

Zu zweit oder gegen die ganze Runde

Die Kampagne umfasst über 50 Missionen, in denen du Gegner von stärker zu noch stärker ausschaltest und dabei Europa befreist. Die geht im Koop, inklusive gemeinsamem Schiffsbau. Für den Match mit der Gruppe gibt es einen Sandbox-Modus mit bis zu 10 Spielern: Damit kannst du entweder echte Seegefechte ausfechten oder den Schadenseffekt abschalten und einfach nur die eigenen Konstruktionen zeigen. Der Custom-Battle-Editor erlaubt zusätzlich Wetter und Tageszeit einzustellen und sogar Kämpfe zwischen Bots zu inszenieren, falls dir die Schiffe deiner Freunde nicht reichen.

Was du vorher wissen solltest

Bedienung und Steuerung: Die Bewaffnung lässt sich manuell führen oder automatisch steuern, je nachdem, wie viel Arbeit du dir machen willst. Du kannst dein Schiff zusätzlich in der First-Person besichtigen, und einen Raytracing-Renderer gibt es für eigene Szenen mit einstellbarer Sonnenposition und Nebel. Über die Steam-Workshop-Funktion tauschst du fertige Schiffe mit der Community aus, und Modding wird offiziell unterstützt.

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