Space Engineers ist eine Sandbox, in der ihr Maschinen, Stationen und Basen in einem zerstörbaren Sonnensystem baut. Ihr könnt einer Online-Welt im Creative- oder Survival-Modus beitreten, gemeinsam an Projekten arbeiten oder konkurrierende Fraktionen bilden. Auf dem PC können bis zu 16 Spieler gemeinsam in einer Welt spielen; wie viele tatsächlich beitreten können, hängt vom eingestellten Limit des Hosts oder Servers ab. Es gibt weder feste Gruppenrollen noch einen vorgeschriebenen Weg durchs Spiel. Ihr entscheidet, ob ihr ein Raumschiff entwerft, lange genug überlebt, um eines zu bauen, einen Planeten erkundet oder gemeinsam ein Szenario angeht.

Eine gemeinsame Welt statt eines festen Drehbuchs

Eine neue Welt bietet eurer Gruppe einen Ort zum Bauen und Erkunden, aber nicht unbedingt eine Reihe von Quests. Manche Szenarien erzählen eine Geschichte oder geben eine klare Aufgabe vor. Die meisten Welten sind offene Sandboxes, in denen ihr eure eigenen Herausforderungen festlegt; außerdem könnt ihr benutzerdefinierte oder aus dem Workshop stammende Welten starten. Das passt zu Freunden, die an einem Projekt arbeiten möchten, ohne auf den nächsten Auftrag zu warten. Wenn eure Gruppe Markierungen, Missionen und ein abschließendes Level erwartet, kann die offene Struktur weniger Halt bieten.

Mehrspielerwelten können privat, auf Freunde beschränkt oder öffentlich sein. Eine Person kann eine Sitzung hosten; ein Dedicated Server hält die Welt unabhängig davon am Laufen, ob der Host selbst im Spiel ist. Für einen länger bestehenden Spielstand ist ein Dedicated Server praktisch, aber die Einrichtung ist aufwendiger als der Beitritt zu einer gehosteten Welt. Ihr spielt online; einen lokalen Splitscreen-Modus gibt es auf dem PC nicht. Crossplay hängt ebenfalls vom Server ab: Steam-Spieler auf dem PC können EOS-kompatiblen Dedicated Servern beitreten, während von Keen betriebene PC-Server PC-only bleiben.

Koop ist dabei eher ein Werkzeugkasten als eine Kampagne mit festen Rollen. Ihr könnt mit euren Freunden einen Rumpf zusammenschweißen, Erz durch eine Produktionskette transportieren, ein neues Fahrzeug steuern oder eine Basis verteidigen, während jemand sie repariert. Fraktionen helfen Mehrspielergruppen, Mitglieder zu organisieren, Zugriffe auf gemeinsame Grids zu regeln und Beziehungen zu anderen Fraktionen festzulegen. Das Spiel bestimmt nicht, wer Ingenieur oder Pilot ist. Solche Aufgaben entstehen aus dem, was ihr bauen wollt.

In Creative wird das Projekt selbst zum Ziel

Creative gibt euch unbegrenzte Ressourcen und lässt Blöcke sofort platzieren. So könnt ihr einen kleinen Rover bauen, eine planetare Basis entwerfen oder ein Schiff ausprobieren, ohne zuerst seine Teile abbauen zu müssen. Das Bausystem nutzt große und kleine Grids mit Funktionsblöcken wie Triebwerken, Rädern, Landegestellen, Türen, Rotoren, Kolben, Förderbändern, Geschützen, Energiequellen und Produktionsmaschinen. Mit Blaupausen speichert ihr ein Grid für die spätere Nutzung; Symmetrie-Werkzeuge helfen bei Konstruktionen mit passenden Seiten.

Der Reiz liegt darin, einen Entwurf in eine funktionierende Maschine zu verwandeln. Ein Schiff ist mehr als seine Außenform: Triebwerke brauchen Strom, das Grid muss diesen erzeugen oder speichern, und die Steuerung muss in die richtige Richtung zeigen. Rotoren und Kolben verbinden bewegliche Teile; Landegestelle und Verbinder koppeln Grids, Förderbänder transportieren Materialien zwischen kompatiblen Blöcken. Daraus kann ein Frachter werden, eine mobile Bohrplattform, ein Geländefahrzeug oder etwas mit mehr Geschützen als ursprünglich nötig. Da Blöcke beschädigt oder zerstört werden können, muss ein Entwurf außerdem standhalten, wenn ihr ihn in Gefahr bringt.

Mehrere Freunde können gleichzeitig an verschiedenen Teilen desselben Grids arbeiten, danach einsteigen und es gemeinsam testen. Eine Person kümmert sich vielleicht um Cockpit und Form, eine andere um Energie und Triebwerke, eine dritte um Lagerraum oder Geschütz. Das sind Beispiele dafür, wie die Systeme zusammenpassen, keine Klassen, die das Spiel vorgibt. Ihr könnt auch getrennte Konstruktionen bauen und sie später in der gemeinsamen Welt zusammenbringen. Creative lässt viel Raum zum Ausprobieren; ohne eine äußere Herausforderung liegt das nächste Projekt aber bei euch.

Survival verbindet das Bauen mit der Umgebung

Survival verwendet dieselben Werkzeuge, aber für den Bau braucht ihr gesammelte und verarbeitete Materialien. Ihr baut Erz in Asteroiden oder im Gelände ab, bringt es zu Raffinerien und Assemblierern und macht daraus Komponenten für Blöcke. Ein Schweißgerät setzt diese zu einem Grid zusammen; ein Schleifer zerlegt bestehende Blöcke und gibt einen Teil der Komponenten zurück. Ein fertiges Schiff ist damit das sichtbare Ergebnis einer längeren Kette: Ressource finden, nach Hause bringen, verarbeiten und zu einer Maschine zusammenbauen, die weiterkommt oder mehr laden kann.

Auch Energie und Lebenserhaltung sind im Survival-Modus wichtig. Strom versorgt die Blöcke eines Grids; Sauerstoff und Wasserstoff sind für den Raumanzug und manche Schiffssysteme wichtig. Sind diese Survival-Einstellungen aktiv, ist ein leerer Tank oder Stromausfall mehr als ein Konstruktionsfehler: Eine Expedition kann dadurch ihre lebenswichtigen Systeme verlieren. Respawns gehören zum Modus, und Welteinstellungen beeinflussen den Schwierigkeitsgrad. Eure Gruppe kann sich mit einer nützlichen Basis und einem kleinen Fahrzeug begnügen oder Schiffe, Stationen und größere Unternehmungen angehen.

Die gemeinsame Arbeit verteilt sich auf dieselben verbundenen Maschinen. Ein Freund kann mit einem Bergbauschiff losziehen, während eine andere Person Erz raffiniert oder den Lagerraum erweitert; jemand anderes baut das nächste Fahrzeug oder kümmert sich um ein beschädigtes Grid. Förderbänder transportieren Gegenstände zwischen verbundenen Blöcken, und Blaupausen projizieren gespeicherte Konstruktionen, die ihr dann aufbauen könnt. Im Survival braucht auch der fertige Entwurf seine Zutaten und Arbeit. Eine komplexe Blaupause liefert eurer Gruppe daher sowohl ein Ziel als auch ein Vorhaben zum Sammeln von Ressourcen.

Zwei Kettenrover stehen auf einem felsigen, bewaldeten Planeten unter einem großen beschädigten Schiff.

Erkundung führt zu Kämpfen, Handel oder Bergung

Planeten, Monde, Asteroiden und der offene Weltraum geben eurer Gruppe Orte, an denen sie Ressourcen suchen und Fahrzeuge einsetzen kann. Schwerkraft, Gelände und Atmosphäre verändern, was ein Grid leisten muss. Ein Rover für einen Planeten ist nicht automatisch für den Weltraum geeignet; ein Raumschiff für das Vakuum braucht die passenden Antriebs- und Unterstützungssysteme für sein Ziel. Die physikalischen Regeln gelten für Maschinen und Gelände: Ihr könnt den Boden aufbohren oder umformen, während Schiffe und Strukturen Block für Block Schaden nehmen.

Die Karte besteht nicht nur aus leerem Raum. Frachtschiffe, Stationen und Begegnungen bieten mögliche Ziele, und NPC-Fraktionen schaffen Beziehungen außerhalb eurer Gruppe. Die Wirtschafts- und Auftragssysteme bieten optionale Tätigkeiten: Fracht liefern, fehlende Grids suchen, Wracks bergen, Ziele ausschlachten oder PvE-Aufträge gegen feindliche Grids übernehmen. Verträge und Stationen geben einer Sitzung ein klareres Ziel als ein völlig freies Bauprojekt, lassen aber offen, welche Route und Maschinen ihr dafür nutzt.

Eine Begegnung kann aus einem sorgfältig entworfenen Schiff schnell ein Reparaturprojekt machen. Ein beschädigtes Triebwerk, ein kaputtes Förderband oder ein fehlender Energieblock verändern, was ein Grid leisten kann; eine Struktur lässt sich auch für Materialien zerlegen. Bei einem globalen Factorum-Ereignis könnt ihr befestigte Anlagen überwinden und wertvolle Technik bergen. Das gibt eurer Gruppe Gründe, die Basis zu verlassen, zwingt aber niemanden zu Kämpfen oder Verträgen. Je nach Szenario und Einstellungen kann eure Welt auf Bau und Erkundung oder zusätzlich auf Gegner, Missionen und Fraktionskonflikte setzen.

Handel bekommt im Mehrspieler eine soziale Seite. Selbst gebaute Store-Blöcke lassen Gruppen Ressourcen und Vorräte tauschen, auch Gase wie Wasserstoff und Sauerstoff. Ihr könnt die Wirtschaft einer gemeinsamen Welt zum Auftanken und für Logistik nutzen oder euch auf Stationen und Aufträge konzentrieren, die bereits vorhanden sind. Das bringt Struktur, ohne aus Space Engineers ein Abenteuer mit festen Klassen zu machen: Im Mittelpunkt stehen weiterhin das Schiff, die Station oder der Auftrag.

Zwei bewaffnete Rover und Figuren in Raumanzügen stehen Schiffen über einer Bergsiedlung gegenüber.

Die Physik macht die Welt zur Werkstatt

Space Engineers behandelt Maschinen als Objekte mit Masse und beweglichen Teilen, nicht als Dekoration. Eine Station lässt sich umbauen, ein Rover kann ein Rad verlieren und ein Schiff auseinanderbrechen, wenn seine Blöcke beschädigt werden. Dadurch haben eure Konstruktionen Gewicht: Ein Frachter braucht Stauraum und Antrieb, ein beweglicher Arm hängt von Scharnieren oder Kolben ab, und ein Außenposten muss in die Landschaft passen. Zusammenstöße und Baufehler haben sichtbare Folgen, statt einfach zu einem sauberen Entwurf zurückzusetzen.

Geräusche und Aussehen ändern sich zwischen einer stillen Reise durchs All und einem Fahrzeug, das über unebenes Gelände rumpelt. Planeten bieten Atmosphäre, Schwerkraft und verschiedene Landschaften; im Weltraum liegen Asteroiden, Stationen und lange Strecken zwischen Zielen. Der Maßstab setzt einen Kontrast: Ihr beginnt als Ingenieurinnen und Ingenieure im Raumanzug, könnt aber nach einigen Bauphasen eine Station oder ein Schiff bauen, das als Zuhause dient. Das Science-Fiction-Flair entsteht vor allem durch Werkzeuge und Maschinen statt durch Zwischensequenzen.

Wie viel Struktur braucht eure Gruppe?

Ein Sandbox-Spielstand hat kein vorgeschriebenes Ende. Szenarien können eine Geschichte oder Herausforderung hinzufügen, während eine offene Welt viele Ziele den Spielern überlässt. Creative passt zu Freunden, die vor allem bauen möchten; Survival ergänzt Rohstoffabbau, Verarbeitung, Energie, Lebenserhaltung und Bergung. Workshop-Inhalte und Mods können eine Welt erweitern oder verändern, aber jeder Server legt fest, was erlaubt ist. Die Systeme benötigen außerdem Zeit zum Lernen; Steuerung, Blockfunktionen, Grids und Survival-Einstellungen können anfangs viel auf einmal sein.

Space Engineers passt zu Freunden, die eine Idee in eine echte Maschine verwandeln möchten und ihre Ziele gern selbst setzen. Ihr bekommt gemeinsame Welten, gemeinsames Bauen, Rohstoffketten, Erkundung, optionale Aufträge und PvE- oder kompetitives Spielen in einer Sandbox. Wenn ihr eine Koop-Kampagne mit klarer Dramaturgie, zugewiesenen Rollen oder einer kurzen Level-Abfolge sucht, verlangt diese Welt mehr Vorstellungskraft von eurer Gruppe. Ist das Projekt selbst der Grund zu spielen, kann euer Ziel eine Basis, eine Flotte, eine Handelsroute oder einfach das erste Schiff sein, das lange genug ganz bleibt, um den Planeten zu verlassen.

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