Serious Sam Fusion 2017 bündelt mehrere Serious-Sam-Spiele in einem Hub. Von dort aus könnt ihr die HD-Kampagnen The First Encounter, The Second Encounter und Serious Sam 3: BFE starten. Jede unterstützt Online-Koop mit bis zu 16 Personen. BFE bietet außerdem lokalen Split-Screen-Koop für bis zu vier Personen; die separaten VR-Versionen brauchen für jede Person, die über eine VR-Edition spielt, ein eigenes kompatibles Headset. So reicht die Bandbreite von einer kleinen Runde vor einem Bildschirm bis zu einem vollen Online-Kampf gegen Monsterhorden. Der gemeinsame Hub macht aus den getrennten Kampagnen weder ein einziges Spiel noch eine gemeinsame Lizenz.
Die Grundidee ist direkt: Sam Stone kämpft sich durch Kampagnen, in denen ihr gegnergefüllte Bereiche räumt und weiterzieht. The First Encounter führt durch das alte Ägypten, The Second Encounter wechselt zwischen südamerikanischen, mesopotamischen und mittelalterlichen Schauplätzen, und BFE erzählt von einer Invasion in der näheren Zukunft. Es gibt keine Klassen-Squad und keine verzweigte Koop-Geschichte. Jede Episode folgt einem ähnlichen Ablauf: Ihr räumt gegnergefüllte Bereiche, findet Waffen und Vorräte und erreicht die nächste Arena.
Ein Hub, drei getrennte Kampagnen
Fusion ist ein Launcher und eine gemeinsame Oberfläche für unterstützte Spiele, die ihr bereits besitzt. Ihre Inhalte erscheinen in einem Menü, und ihr könnt zwischen den Begegnungen wechseln, ohne die Anwendung zu schließen. Das ist praktisch für Gruppen mit mehreren Episoden, schaltet die Spiele aber nicht automatisch frei. Jede HD-Kampagne, VR-Ausgabe und Erweiterung bleibt ein eigenes Produkt mit eigener Lizenz. Für The Second Encounter wird The Legend of the Beast angeboten, für BFE Jewel of the Nile als eigener DLC. Eine VR-Lizenz gilt für die Headset-Version, nicht für das Spiel auf einem normalen Bildschirm; Fusion macht daraus keine Monitor-Version. Eine Sitzung verwendet weiterhin die Inhalte ihrer gewählten Episode.
Die drei Grundkampagnen unterscheiden sich in Schauplätzen und Tempo. The First Encounter umfasst 15 Level in ägyptischen Wüsten, Tempeln und unterirdischen Bereichen. The Second Encounter führt durch Regionen Südamerikas, Mesopotamiens und des Mittelalters und ergänzt unter anderem Scharfschützengewehr, Flammenwerfer und Kettensäge. BFE verlegt die Action in ein von einem Angriff betroffenes Ägypten der nahen Zukunft und bietet zwölf Kampagnenlevel mit mehreren Koop-Varianten. Jedes Spiel behält seine eigenen Level und Gegner; im Hub wechselt ihr die Kampagne, nicht mitten im Level die Welt.
Die Geschichte bleibt meist im Hintergrund, während ihr weite Flächen durchquert und Gegnergruppen ausschaltet. Eine offene Strecke kann zur Arena werden, sobald weitere Feinde von den Rändern hereinströmen. Manche stürmen direkt auf euch zu, andere greifen aus der Distanz an oder kommen in Gruppen, die euch zum schnellen Umsehen zwingen. Alle nutzen dasselbe grundlegende Arsenal, statt feste Rollen wie Tank, Heiler oder Support zu übernehmen. Zusammenarbeit entsteht, weil ihr dieselbe Horde bekämpft, nicht durch dauerhaft zugewiesene Klassen.
Die Spiele sind laut, schnell und bewusst überzeichnet. BFE verbindet zerstörte Straßen einer Stadt mit ägyptischen Bauwerken; in den älteren Kampagnen kämpft ihr zwischen Wüstentempeln. Freut euch auf groteske Monster, explosive Waffen, Blut und schreiende Gegner. Der Ton hat eine alberne Seite, doch die Action bleibt hektisch: Auf ruhige Laufwege kann eine große Arena folgen, in der die Gegnermenge rasch anwächst. Wer Heimlichkeit, Deckungsgefechte oder lange erzählerische Szenen sucht, findet hier eine andere Art Koop.
Waffen, Geheimnisse und wiederholbare Kämpfe
Die verfügbaren Waffen ändern sich je nach Episode, doch das Grundprinzip bleibt gleich. Ihr findet Waffen und Munition im Level und wechselt zwischen Werkzeugen für nahe Gegner, entfernte Ziele oder ganze Gruppen. In The Second Encounter geben euch Scharfschützengewehr, Flammenwerfer und Kettensäge sehr unterschiedliche Reichweiten. BFE ergänzt unter anderem ein Sturmgewehr mit Zielfernrohr, Schrotflinten, Minigun und eine Kanone mit Brandgeschossen. Fusion führt außerdem Controller-Unterstützung, Workshop-Inhalte und gemeinsame Modding-Funktionen auf. Eine Mod kann jedoch verändern, welche Inhalte eure Gruppe installieren oder besitzen muss.
Zwischen den Kampagnen gibt es keine gemeinsame Charakterstufe oder lange Ausrüstungsspirale. Der Fortschritt hängt vor allem davon ab, Level abzuschließen, versteckte Vorräte zu finden und für den nächsten Durchlauf Schwierigkeit oder Koop-Variante zu wählen. Allein The First Encounter versteckt mehr als 80 Geheimnisse in seinen 15 Abschnitten. The Second Encounter hat mehr als 130 Geheimnisse in drei Welten und 27 Gegnertypen, darunter fünf neue und drei Bosse. Diese Funde und Gegner gehören zu dieser Kampagne und nicht zu einem gemeinsamen Fusion-Fortschritt. Wer vom offensichtlichen Weg abweicht, kann zusätzliche Munition und andere Vorräte entdecken. Die Herausforderung kommt weiter von Gegnern und Levelaufbau, nicht von einem Charakter-Build, den ihr hochgrinden müsst.
In BFE kann der Host zwischen Standard-, Classic-, Coin-Op-, Beast-Hunt- und Team-Beast-Hunt-Modus wählen. Coin-Op macht aus der Kampagne einen Arcade-Lauf mit begrenzten Leben. Beast Hunt mischt Kampagnengegner mit einem Punktwettbewerb und ist deshalb nicht einfach ein gemeinsames Durchspielen. The Second Encounter bietet außerdem Coin-Op- und Survival-Koop sowie eigene Survival-Karten, in denen ihr anhaltenden Angriffen standhaltet. Diese Varianten nutzen Arenen und Gegner der Reihe, ändern aber die Bedingungen einer Runde. Team Survival unterscheidet sich vom normalen Koop: Zwei Teams kämpfen gegeneinander und zugleich gegen Gegnerwellen. BFE hat fünf Schwierigkeitsgrade und Koop-Anpassungen; TSE hat drei Schwierigkeitsstufen und mehr als 18 Mehrspielerkarten zusätzlich zu den Kampagnenleveln. The Second Encounter zeichnet Punktzahlen sowohl in Einzelspieler- als auch in Koop-Ranglisten auf. Deathmatch und Capture the Flag sind direkte PvP-Modi, keine Koop-Kapitel. Namen und Regeln unterscheiden sich je nach Episode.
Zum Fusion-Mehrspielermodus gehören auch Wettkampfvarianten. Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag, Last Man Standing und weitere Modi stellen Spieler oder Teams gegeneinander. Das ist ein anderer Zweck als der Koop gegen Gegner und kein zusätzliches Kapitel der gemeinsamen Geschichte. Wer nur gegen die Spielwelt antreten will, kann Kampagne oder Survival wählen; für eine Mischung aus gemeinsamen Gegnern und Wettbewerb gibt es weitere Optionen. Welche Modi erscheinen, hängt vom gewählten Spiel und der Karte ab.
Workshop und spielübergreifende Mods ergänzen benutzerdefinierte Karten und veränderte Inhalte. Mod-Sitzungen können mehr voraussetzen als Fusion: Manche benutzerdefinierten Kampagnen brauchen mehrere Serious-Sam-Spiele und Erweiterungen. Diese Anforderungen gelten für die jeweilige Mod-Kampagne; die gemeinsame Oberfläche macht nicht jede Karte in jeder Bibliothek verfügbar. Benutzerkarten bleiben damit zusätzliche Inhalte neben den Originalkampagnen.
Online- und lokales Spiel haben unterschiedliche Grenzen
Die HD-Kampagnen bieten Online-Koop für bis zu 16 Personen. BFE unterstützt außerdem lokalen Split-Screen-Koop und -Wettkampf für bis zu vier Personen an einem Computer sowie mehrere Tastaturen und Mäuse. Diese Vierergrenze gilt für BFE; sie ist vom höheren Online-Limit der HD-Kampagnen getrennt. Fusion unterstützt Controller vollständig.
VR verwendet eine eigene Edition und Hardware. Jede unterstützte VR-Ausgabe benötigt ein passendes PC-Headset, Controller mit Tracking und die erforderliche Laufzeitumgebung; Fusion läuft mit seinen Mindestanforderungen nicht in VR. Die HD-Versionen sind für normale Bildschirme gedacht. Lokaler Split-Screen ist dagegen ein eigener Modus ohne VR-Spieler. Das Headset gehört zur VR-Edition, nicht zur gemeinsamen Oberfläche.
Fusion ist für Windows, macOS und Linux/SteamOS verfügbar. Der Hub bündelt unterstützte Inhalte auf diesen Systemen, während jede Kampagne, VR-Ausgabe und Erweiterung ein eigener Spieleintrag mit eigener Lizenz bleibt. Die HD-Kampagnen unterstützen Online-Koop für bis zu 16 Personen.
Der Serverbrowser bündelt Sitzungen unterstützter Kampagnen in einer Liste. Die Kampagnen bleiben getrennt: Wer The First Encounter spielt, tritt einer Sitzung dieser Episode bei, nicht einer BFE-Karte. Jeder Eintrag gehört weiterhin zur ausgewählten Episode; jede HD-Kampagne unterstützt Online-Koop für bis zu 16 Personen. Der gemeinsame Browser bringt die Einträge zusammen, nicht Karten, Erweiterungen oder Lizenzen.
Für wen passt dieser Horde-Shooter?
Serious Sam Fusion passt zu Freunden, die klassische Ego-Shooter-Action, riesige Gegnerhorden und mehrere Kampagnen aus einem Launcher wollen. In BFE könnt ihr eine kleine lokale Runde im Split-Screen starten oder in Online-Kampagnen eine viel größere Gruppe bilden. Zusätzliche Modi und Koop-Regeln bieten verschiedene Arten von Durchläufen; Geheimnisse, Schwierigkeitsgrade, Survival-Karten und Community-Inhalte geben Gründe, vertraute Arenen erneut zu besuchen. Die gemeinsame Aufgabe bleibt einfach: schießen, durch das Level ziehen und die nächste Monsterwelle überstehen.
Fusion bleibt eine Beta; gelegentliche Fehler sind eine praktische Einschränkung. Die Gruppengröße hängt vom Modus ab: HD-Kampagnen unterstützen Online-Koop mit bis zu 16 Personen, während BFE lokalen Split-Screen-Koop und -Wettkampf für bis zu vier an einem Computer bietet. VR braucht eine eigene Lizenz, ein passendes PC-Headset, Tracking-Controller und Laufzeitumgebung; VR lässt sich nicht mit lokalem Split-Screen verbinden. Auch Erweiterungen haben eigene Lizenzen. Diese Grenzen gelten neben dem gemeinsamen Hub und den unterschiedlichen Kampagnenmodi.