In Mutant Storm: Reloaded bekommt ihr beide ein kleines Schiff und müsst einen Raum voller feindlicher Kreaturen räumen. Der Top-Down-Twin-Stick-Shooter von PomPom Games unterstützt zwei Personen an einem PC mit lokalem geteiltem Bildschirm. Eine integrierte Online-Koop-Lobby gibt es nicht; mit Remote Play Together lässt sich eine lokale Sitzung an eine befreundete Person streamen. In 89 festen Räumen weicht ihr Gegnern aus, feuert in jede Richtung, sammelt kurzzeitige Waffenverstärkungen und versucht, euren Punktemultiplikator zu halten.
Raum für Raum
Der grundlegende Ablauf bleibt leicht zu erfassen: Ihr betretet eine begrenzte Arena, überlebt die anrückenden Kreaturen und räumt den Raum, bevor es weitergeht. Die Bewegungsrichtung ist unabhängig davon, wohin ihr schießt – das ist die zentrale Idee des Twin-Stick-Gameplays. Mit einem Controller steuert ihr Bewegung und Zielen über getrennte Sticks; am PC könnt ihr auch die Tastatur verwenden. Gegner kommen aus verschiedenen Richtungen und verhalten sich unterschiedlich. Manche treiben in euren Weg, andere verfolgen euch, wieder andere schießen auf euer Schiff. Größere Kreaturen und sich regenerierende Geschütztürme tauchen später auf und machen dieselben Räume voller und anspruchsvoller.
Die Arenen zeigen das Geschehen aus der Vogelperspektive. Form und Hindernisse verändern, wie viel Platz euch zum Manövrieren bleibt, während leuchtende geometrische Wände den Kampf einrahmen. Ein Durchgang kann schnell von wenigen verstreuten Zielen zu einem dichten Bildschirm voller Geschosse, Gegner und Effekte werden. Ihr teilt euch den Raum, beide Schiffe treffen also gleichzeitig auf dieselbe Welle, statt getrennte Wege oder feste Rollen zu übernehmen.
Mutant Storm setzt auf direkte Bewegung und Schüsse. Zwischen den Räumen gibt es kein Deckungssystem, keine Charakterklassen, keine Ausrüstungskonfiguration und keine Story-Kampagne. Ihr bleibt am Leben, räumt Gefahren aus dem Weg und entscheidet, wann ihr die begrenzten Bomben einsetzt, die im Arcade-Durchlauf größere Bereiche säubern. Die Gegnertypen sorgen für unterschiedliche Herausforderungen: Kleinere Mutanten können Lücken füllen, während schießende oder verfolgende Gegner euch stärker in Bewegung halten. Manche Bedrohungen überstehen mehr als einen schnellen Treffer, sodass auch der verfügbare Raum neben eurem Zielen zählt.
Waffen, Multiplikatoren und wachsender Druck
Im Adventure-Modus verändern temporäre Power-ups eure Schüsse für kurze Zeit. Zu den belegten Beispielen gehören Streuschüsse, zielsuchendes Feuer, ein stärkerer Laser und ein Schild, der einen Treffer abfangen kann. Diese Verstärkungen lassen die Grundwaffe vertraut, verändern aber vorübergehend, was euer Schiff kann. Es entsteht kein dauerhaftes Loadout: Entscheidend ist, was während des aktuellen Durchlaufs erscheint, nicht welche Verbesserungen ihr zwischen den Räumen an einem Hub auswählt.
Das Punktesystem belohnt es, mehrere Räume ohne ein Leben zu verlieren zu überstehen. Euer Multiplikator steigt weiter und macht spätere Punkte wertvoller. Ein Tod setzt ihn zurück und nimmt eine Zeit lang Druck heraus, kostet euch aber Punktedynamik; gute Leistungen bewegen das Spiel in Richtung eines schwierigeren Schwierigkeitsgürtels. So schwankt das Tempo im Adventure-Modus: Eine erfolgreiche Serie erhöht die Herausforderung, während ein Fehler kurz Luft verschafft. Das Spiel verfolgt eure Leistung über die Gürtel, und höhere Schwierigkeitsstufen lassen sich für spätere Durchläufe freischalten.
Der steigende Anspruch trägt die Wiederspielschleife. Es kommen weder neue Handlungskapitel noch dauerhafte Charakterverbesserungen hinzu; stattdessen nehmt ihr dieselbe grundlegende Steuerung mit in schwierigere Räume und versucht, länger durchzuhalten. Steam-Erfolge und Online-Bestenlisten liefern zusätzliche Ziele rund ums Räumen der Sequenz und um hohe Punktzahlen. In einer Koop-Sitzung bleibt ihr so bei einer gemeinsamen Arcade-Herausforderung und könnt sehen, ob ein neuer Versuch länger dauert oder mehr Punkte bringt.
Adventure oder Tally
Adventure verbindet alle 89 Räume zu einem längeren Durchlauf. Im Verlauf erscheinen neue Gegner und dichtere Wellen, während Punktestand und Überlebensserie weiterlaufen. Ein früher Fehler kann den Rest des Versuchs beeinflussen, weil der Multiplikator sinkt und der Druck eine Weile nachlässt. Die Herausforderung besteht darin, jede Arena zu räumen und den Durchlauf bis zu den späteren Räumen am Leben zu halten.
Tally richtet den Blick auf einzelne Räume und ihre Punktzahlen. Statt das ganze Set als einen zusammenhängenden Durchlauf zu spielen, könnt ihr einen Raum auswählen und versuchen, euer Ergebnis zu verbessern. Für jeden Raum speichert das Spiel einen Bestwert, aus dem sich eine größere Gesamtwertung ergibt. So lässt sich eine bestimmte Etappe erneut angehen, ohne die komplette Sequenz zu wiederholen.
Beide Modi nutzen dieselben grundlegenden Aktionen. Abwechslung entsteht durch Raumaufbau, Gegnerkombinationen und Schwierigkeitsgrad sowie dadurch, ob ihr einen langen Durchlauf schützt oder eine einzelne Raumwertung jagt.
Für eine Person in eurer Nähe
Lokal können bis zu zwei Personen in einer Sitzung spielen; es gibt keine separate Online-Lobby, keinen Serverbrowser und keinen integrierten Netzwerk-Koop. Remote Play Together kann das lokale Spiel vom Rechner der hostenden Person zu einem Freund streamen, bleibt aber eine gemeinsame lokale Sitzung statt eines separaten Online-Modus.
Am PC können beide Personen die Tastatur nutzen; die Maus ist ebenfalls eine Option. Controller werden auch unterstützt.
Mutant Storm eignet sich als kompakter Arcade-Ausflug für zwei Freunde, die feste Bildschirmausschnitte und wiederholte Punkt-Herausforderungen mögen. Der Adventure-Durchlauf mit 89 Räumen bietet ein klares Ende, während Tally einzelne Etappen erneut zugänglich macht. Farbwechselnde psychedelische Effekte und geometrische Gegner geben den Arenen ihren Neon-Look; elektronische Ambient-Musik lenkt die Aufmerksamkeit auf Bewegung und Treffer. Dieselben Effekte können das Spielfeld unübersichtlich machen, und das wiederholte Räumen von Räumen bleibt der Kern des Spiels. Wer Online-Matchmaking, eine lange Kampagne mit Zwischensequenzen oder wechselnde Rollen sucht, könnte das kleine lokale Arcade-Format zu eng finden. Wenn zwei Schiffe in derselben Gegnerwelle für euch reichen, könnt ihr jederzeit einen weiteren Durchlauf starten.