Samurai GUNN wirft Schwert, Pistole und ein paar Plattformen in eine Arena für zwei bis vier Spieler. In den meisten Matches tretet ihr gegeneinander an, aber im Survival-Modus habt ihr ein gemeinsames Ziel: Ihr könnt zusammen computergesteuerte Samurai bekämpfen. Ein sauberer Treffer reicht, um ein Leben zu verlieren. Dadurch bleibt das Geschehen schnell und übersichtlich, während eine abgewehrte Kugel oder ein Sprung in den falschen Bambuswinkel ein Match plötzlich drehen kann.
Wenige Aktionen, viele Folgen
Euer Samurai kann springen, schlagen und schießen. Die wenigen Tasten sind schnell gelernt, doch fast jeder erfolgreiche Angriff ist tödlich. Pro Leben habt ihr drei Kugeln. Sind sie verschossen, bleibt die Pistole leer, bis ihr ein Leben verliert. Eine Kugel aufzuheben kann trotzdem den Raum verändern: Solange ihr das Schwert führt, zwingt allein die geladene Pistole andere dazu, eure Schusslinie im Blick zu behalten. Projektile fliegen sichtbar durch die Arena und lassen dem Gegenüber einen kurzen Moment zum Ausweichen oder Kontern.
Mit dem Schwert könnt ihr eine anfliegende Kugel zum Schützen zurückschlagen. Treffen zwei Klingen im richtigen Moment aufeinander, werden beide Kämpfer zurückgestoßen, statt dass einer den Treffer landet. Nahkämpfe spielen sich deshalb anders als Schusswechsel: Ein Hieb kann einen Kampf beenden, an einer gegnerischen Klinge abprallen oder ins Leere gehen, wenn der andere Samurai etwas höher oder tiefer steht. Die Grundlage aus drei Aktionen hält diese Möglichkeiten überschaubar, ohne eine lange Liste von Spezialmanövern zu verlangen.
Auch die Bewegung zählt. Sprünge und Wandsprünge bringen euch zwischen Plattformen hin und her. Führt ihr direkt nach einem Sprung einen Hieb aus, kann sich euer Schwung ändern und euch weiter über den Bildschirm tragen. In der Luft könnt ihr ebenfalls schießen und ober- oder unterhalb eurer Position zielen. Kämpfe verlaufen daher nicht nur waagerecht: Jemand zieht sich an einer Wand hoch, springt über eine Lücke oder fällt auf einen wartenden Gegner hinab. Die kompakte Arena hält die anderen Kämpfer währenddessen im Blick.
Wasser setzt eurer Pistole zeitweise zu. Fallt ihr in einen See, wird die Waffe durchnässt und kann eine Weile nicht feuern. Auf einer Wasserkarte verändert das den Wert der verbliebenen Kugeln. Außerdem richtet sich die Haltung eures Schwerts danach, wo ihr im Verhältnis zum Gegner steht. Wer sich tot stellt, kann zwischen gefallenen Kämpfern verschwinden und einen vorbeilaufenden Gegner überraschen. Es sind kleine Regeln, durch die dieselben einfachen Aktionen von Begegnung zu Begegnung anders funktionieren.
Survival macht die Arena zum gemeinsamen Ziel
Survival ist die passende Wahl, wenn ihr auf derselben Seite kämpfen wollt. Bis zu vier Spieler treten auf den Arenen des Spiels gemeinsam gegen KI-Gegner an. Mit jeder Schwierigkeitsstufe kommen mehr Feinde und aggressiveres Verhalten hinzu. Ihr behaltet dieselben Schwerter, drei Schüsse pro Leben und Bewegungsmöglichkeiten wie im Versus-Modus; euer direktes Ziel sind jetzt aber die computergesteuerten Samurai statt der Person neben euch.
Trotz des gemeinsamen Ziels bleibt Samurai GUNN vor allem ein kompetitiver Brawler. Survival wird nicht zu einer Kampagne mit Klassen oder einer eigenen kooperativen Ausrüstung. Die Versus-Formate drehen sich um Abschüsse oder darum, mit einem Vorrat an Leben als Letzter übrig zu sein. Survival bietet dagegen ein gemeinsames Ziel gegen die KI. Auch lokal können Angriffe einen Freund treffen. Der Modus bleibt damit Teil desselben chaotischen Brawlers und wird nicht zu einem separaten Abenteuer mit festen Teamrollen.
KI-Samurai mischen auch im Versus mit und teilen sich die Arena mit menschlichen Spielern. Das bringt Bewegung in ein Match mit freien Plätzen: Vielleicht achtet ihr gerade auf einen Computergegner, während ein Freund von der anderen Seite des Bildschirms zielt. Es bleibt Arenakampf und wird weder zur Story-Mission noch zu einem Teamziel mit wechselnden Aufgaben. Wenn ihr eine lange Koop-Kampagne, feste Rollen oder einen Fähigkeitenbaum sucht, findet ihr das hier nicht.
Versus: Jedes Leben zählt
Die normalen Matches bieten zwei bis vier Spielern mehrere Wege, den Sieger zu ermitteln. In einem Format sammelt ihr Abschüsse; in einem anderen habt ihr einen Vorrat an Leben und der letzte Samurai gewinnt. Ein knappes Ergebnis kann in einem letzten Duell mit nur einem Leben auf einer flachen, vereinfachten Arena entschieden werden. Eine kurze Runde setzt so auf Bewegung und Punkte, während ein Überlebensmatch langsamer wird, sobald nur noch wenige Leben übrig sind.
Ein Treffer genügt, um eine kurze Öffnung auszunutzen. Ein versteckter Kämpfer kann unter den Körpern liegen bleiben, und wer nahe eines Wiedereinstiegspunkts wartet, kann einen zurückkehrenden Gegner erwischen, bevor dieser viel Platz zum Reagieren hat. Solche Momente passen zum schelmischen Ton des Spiels, sorgen aber auch dafür, dass sich ein Match schnell dreht. Ein Freund, der die Steuerung noch lernt, kann durch eine glückliche Kugel genauso ausscheiden wie durch einen perfekt getimten Schwerthieb. Ein langer Lebensbalken fängt den Unterschied zwischen Fehler und Konter nicht ab.
Die begrenzte Munition verhindert, dass die Pistole jedes Problem löst. Drei Schüsse reichen für ein paar Versuche, einen Gegner in der Luft zu treffen, einen schmalen Weg abzudecken oder jemanden in die Verteidigung zu zwingen. Sind sie verbraucht, bleiben bis zum nächsten Leben Schwert und Bewegung. Eine gut abgewehrte Kugel kann außerdem ihre Richtung wechseln. Wer auf einen Gegner mit erhobenem Schwert schießt, gibt ihm womöglich ein Projektil zurück, statt den Kampf zu beenden. Ein Klingenclash kann den Abstand neu setzen und beide aus einem fast entschiedenen Duell werfen.
Jede Arena bringt eigene Regeln mit. Auf manchen Karten driften getrennte Plattformen über einer Stachelgrube auseinander, wenn Spieler sterben. In einer Bambusarena lassen sich Deckung und Wege freischlagen. Andere Karten haben zerbrechliche Stalaktiten, klebrige Decken, Stacheln, bewegliche Plattformen, Wasser oder Ausgänge, die den Bildschirm umlaufen. Die Gefahren sind sichtbar, wirken aber zusammen mit dem Gegner: Ein Fluchtweg kann euch einer Kugel aussetzen, und der Boden kann nach einem weiteren Knockout anders aussehen.
Diese Unterschiede geben Rückspielen einen eigenen Rhythmus. Auf einer engen Karte ist es schwer, einem vorbeiziehenden Schuss auszuweichen. Hohe Wände geben Wandsprüngen mehr Raum, während Karten mit Ausgängen an beiden Seiten Gegner hinter euch auftauchen lassen können. Die gleichen zwei Angriffe und dieselbe Pistole spielen sich anders, wenn Plattformen, Gefahren und Sichtlinien wechseln. Für Abwechslung sorgen vor allem die Matches selbst und nicht eine große Auswahl mechanisch verschiedener Kämpfer.
Ein Spiel für den gemeinsamen Raum
Die Präsentation setzt auf winzige Pixel-Samurai und abrupte, blutige Knockouts. Die Arenen reichen von verschneiten Plattformen bis zu Bambuswäldern und Friedhöfen. Der Soundtrack verbindet japanisch inspirierte Instrumente mit elektronischen und Hip-Hop-Klängen. Der Bildschirm bleibt auf das Match konzentriert; Symbole und Lebensanzeigen sitzen an den Rändern. Zwischen euch und dem nächsten Hieb oder Schuss gibt es wenig Ablenkung, was zum kurzen Moment zwischen Entdecken und Reagieren passt.
Die Figuren sind überwiegend optische Varianten und keine Klassen mit eigenen Fähigkeiten. Ihr schaltet keine neuen Fertigkeiten frei und baut keine Figuren für eine Kampagne auf. Das hält die Begegnungen nah an Steuerung und Arena-Auswahl und macht die Einordnung einfach: Ihr bekommt einen kompakten Party-Brawler statt eines langen Fortschrittsspiels. Sechs Steam-Erfolge setzen kleine Ziele für bestimmte Leistungen. Der Hauptgrund für weitere Runden bleibt aber das Match selbst und euer wachsendes Wissen über Karten und Konter.
Lokales Spiel und praktische Grenzen
Samurai GUNN ist auf gemeinsames Spiel an einem Bildschirm ausgelegt. Das Spiel selbst bietet weder Online-Lobbys noch Matchmaking. Remote Play Together kann die lokale Mehrspielerpartie des Hosts an eingeladene Freunde streamen. Wie gut das funktioniert, hängt von Verbindung und Latenz ab. So lässt sich lokales Spiel aus der Ferne nutzen, aber es entsteht kein eigenes Online-System. Wenn ihr im selben Raum seid, sorgen die kurzen Runden dafür, dass Bildschirm und Controller schnell weitergereicht sind.
Die PC-Version ist für Windows verfügbar und bietet teilweise Controller-Unterstützung. Da das Spiel nur wenige Aktionen kennt, solltet ihr trotzdem vorher prüfen, ob eure Controller erkannt werden. Bei Remote Play Together streamt der Host das laufende Spiel und überträgt die Eingaben der Gäste; der Host muss das Spiel besitzen und starten. Eingebaute Online-Suche, Cross-Play-Lobbys oder eine Kampagne, die eine Gruppe aus der Ferne zwischen Sitzungen begleitet, gibt es nicht.
Samurai GUNN passt, wenn ihr sofortige lokale Action statt eines langen Koop-Abenteuers sucht. Im Survival bietet die KI bis zu vier Freunden ein gemeinsames Ziel. Im Versus warten kurze, tödliche Matches mit flexibler Wertung und wechselnden Gefahren. Beide Modi nutzen dasselbe kleine Arsenal; der Unterschied liegt darin, wer euch stoppen will: Computer-Samurai oder jemand mit einer geladenen Pistole in derselben Arena. Wenn dieser schnelle Wechsel zwischen Runde und Revanche zu eurer Gruppe passt, kommt das Spiel schnell auf den Punkt.