Critter Crunch gibt dir und einem Freund ein gemeinsames Rätselbrett und einen ziemlich seltsamen Speiseplan. Im lokalen Koop füttert ihr kleinere Kreaturen an größere, räumt die Ranken ab, bevor das Feld euch überrollt, und haltet Biggs satt genug, damit er Regenbogenfutter zu seinem Kleinen spucken kann.
Eine Nahrungskette mit schnellem Erfolg
Biggs sitzt unten am Bildschirm, während Kreaturen an hängenden Ranken nach unten kommen. Mit seiner langen Zunge schnappt er sich jeweils eine und schleudert sie zurück nach oben. Die Größen zählen: Eine kleine Kreatur ist Futter für eine mittlere, und eine mittlere kann eine große ernähren. Fütterst du eine Kreatur ausreichend, platzt sie und lässt Edelsteine fallen, die Biggs für seine Hungerleiste frisst. Passt die Nahrungskette, kann ein Platzen weitere Kreaturen derselben Art auslösen und einen größeren Teil des Spielfelds leeren.
Dadurch spielt sich Critter Crunch anders als ein gewöhnliches Match-3-Raster. Du tauschst keine benachbarten Steine und lässt auch keine Teile an ihren Platz fallen. Stattdessen bewegst du Biggs unter eine Spalte, fängst eine Kreatur, wählst ein Ziel und beobachtest, ob das nächste Maul in der Kette bereit ist. Eine Gruppe, die zunächst problematisch aussieht, kann zur Kaskade werden, wenn Größe und Farbe passen. Ein unbedachter Wurf kann dagegen eine zähe Kreatur hängen lassen, während von oben weitere nachrücken.
Längere Ketten bringen mehr Punkte und können besondere Belohnungen liefern. Wenn du eine kleine Kreatur an eine mittlere unter einer großen verfütterst, kann daraus eine schnelle Dreierkette entstehen. Ähnliche Kreaturen platzen ebenfalls gemeinsam; deshalb zählt die Reihenfolge eines Wurfs ebenso wie das Ziel. Die Grundregel ist leicht zu erfassen – klein füttert mittel, mittel füttert groß – und danach lohnt es sich, vorauszusehen, wie ein ganzer Rankenabschnitt auf einmal zusammenbrechen könnte.
Nahrungsketten bringen mehr als nur die unmittelbare Räumung: Eine Kettenmünze erhöht den Punktwert für kurze Zeit, und eine Kette aus acht oder mehr Kreaturen lässt Smalls am Bildschirmrand erscheinen. Füttert ihr ihn mit Regenbogenfutter, füllt sich die Bonusleiste. Die Belohnung ist sichtbar, während weitere Kreaturen herabsinken, und verändert kurzzeitig sowohl die Jagd nach Punkten als auch den Druck auf dem Spielfeld. Die Münze erhöht auch den Wert weiterer Nahrungsketten, solange der kurze Bonuszeitraum läuft.
Das Spielfeld ist zunächst übersichtlich, lässt sich unter Druck aber nicht immer leicht beherrschen. Biggs läuft am Boden nach links und rechts, während die Bedrohungen weiter sinken. Du musst schnell genug fangen und spucken, damit sie ihn nicht erreichen; ein hastiger Schuss kann jedoch die anvisierte Farbe oder Größe verfehlen. Neue Spieler verstehen die Nahrungskette rasch. Die Herausforderung besteht darin, präzise zu wählen, wenn mehrere Spalten Aufmerksamkeit verlangen.
Im Koop teilt ihr euch das Spielfeld
Im Koop spielt ihr gemeinsam auf einem Spielfeld. Es gelten die Survival-Regeln: Kreaturen kommen weiter nach, das Tempo steigt, und das Duo versucht, möglichst lange durchzuhalten und den gemeinsamen Punktestand zu erhöhen. Es ist ein Arcade-Lauf auf Punkte statt einer Koop-Storykampagne. Jeder Durchlauf hängt von Reihenfolge und Mischung der Kreaturen ab; Biggs’ Hunger und die sinkenden Spalten geben das gemeinsame Ziel vor. Das Spiel weist keine festen Klassen oder Aufgaben zu; die Zusammenarbeit entsteht durch die Reaktion auf das gemeinsame Spielfeld.
Der gemeinsame Raum prägt das Gruppenspiel. Eine Person kann in einer vollen Spalte eine Kette beginnen, während die andere eine Nachbarbahn räumt oder ein nützliches Power Food einsammelt. Wenn sich das Spielfeld füllt, reagieren beide auf dieselbe Anordnung, statt auf das Ende eines Zuges zu warten. Eine gefangene Kreatur kann zur Kette werden, die der Partner weiterführt, und so Platz für die nächste Welle öffnen.
Jede Räumung hat mehrere sichtbare Folgen: Kreaturen gleicher Farbe können gemeinsam platzen, Edelsteine füllen Biggs’ Hunger, und Nahrungsketten erhöhen den Punktestand oder lösen eine Belohnung aus. Weil ihr euch ein Spielfeld teilt, seht ihr beide, wie eine Kette den freien Platz und die nächsten Kreaturen verändert. Neue Reihen kommen weiter nach; jede Belohnung hinterlässt also ein neues Muster, das ihr lesen müsst. Dieser Wechsel zwischen Räumung und neuem Druck prägt den Koop.
Power-Foods bieten gelegentlich die Möglichkeit, Platz zurückzugewinnen oder schneller aufzuräumen. Spezielle Kreaturen verändern das Risiko eines Zuges: Manche explodieren, andere verbreiten Gift, blockieren einen Weg oder dienen als Joker, der Farben verbindet, die sonst nicht zusammenpassen würden. Im Koop wirken diese Effekte auf dasselbe Spielfeld, das ihr beide freiräumen müsst. Eine Bombe kann einen Stau mit einer großen Räumaktion auflösen und der anderen Person eine neue Anordnung hinterlassen; eine giftige Kreatur macht eine scheinbar nützliche Kette riskant, während ein Blocker die nächste Folge verzögern kann. Power-Foods sind begrenzt einsetzbar, und während ihr abwägt, sinken weitere Reihen herab. Eine gelungene Räumung hilft nicht nur dem Punktestand: Sie schafft für euch beide Platz. Weitere Spezialkreaturen bringen eigene Muster mit: Zapper lassen Kreaturen diagonal bis zu zwei Felder weit platzen. Ein Extinctor lässt sich nicht direkt füttern, entfernt aber Kreaturen gleicher Größe und Farbe, wenn eine Kreatur neben ihm platzt. Solche Effekte können mehrere Spalten auf einmal verändern und geben euch eine neue gemeinsame Anordnung.
Die Extras machen längere Durchläufe auch geschäftiger, als die niedliche Grafik vermuten lässt. Der Bildschirm ist hell und voller ausdrucksstarker Gesichter, doch der Abstieg pausiert nicht, während du jede Möglichkeit prüfst. Eine gute Kette kann einen befriedigend großen Teil der Ranken freiräumen; ein Fehlwurf lässt eure Seite überfüllt zurück, während eine weitere Bedrohung tiefer rutscht. Die freundliche Präsentation verleiht der Action einen albernen Ton, macht Survival aber nicht zu einem ruhigen Rätsel ohne Zeitdruck.
Survival-Koop und kompetitives Versus
Die PC-Version unterstützt zwei lokale Spieler im Koop.
Versus ist ein separates Duell: Beide Spieler verwalten eine eigene Seite des Rätsels und versuchen, länger durchzuhalten oder den anderen zu stören. Angriffe und Power-ups können Probleme auf die andere Seite schicken. So wird aus dem vertrauten Räumen der Nahrungskette ein Wettlauf. Im Koop hilft eine freie Fläche dem gemeinsamen Vorhaben; im Versus kann dieselbe Gelegenheit einer Person einen Vorsprung verschaffen und die andere unter Druck setzen.
Die Insel bleibt heiter
Biggs ist ein rundes, orangefarbenes Wesen, das in einer gemalten Dschungellandschaft mit einer Parade kleiner, farbenfroher Tiere lebt. Das Spiel verpackt seine Fütterungsmechanik in Cartoon-Biologie: Biggs schnappt Kreaturen mit der Zunge, verfüttert sie an größere Raubtiere und frisst anschließend die fallenden Edelsteine. Ist er satt genug, spuckt er einen Regenbogenstrahl aus, um sein Junges zu füttern. Das ist bewusst albern und lässt die etwas eklige Prämisse spielerisch wirken.
Der handgezeichnete Stil verleiht dem Spielfeld viel Persönlichkeit. Ranken hängen vor üppigen Hintergründen, die Kreaturen reagieren mit ausdrucksstarken Gesichtern, und Biggs wird beim Fangen und Spucken animiert. Diese visuelle Klarheit hilft in einem Rätsel, bei dem du Größen, Farben und besondere Typen auf einen Blick unterscheiden musst. Musik und schmatzende Effekte halten die Action leichtfüßig; in den schnellen Runden zählt jedoch mehr, das Spielfeld im Blick zu behalten, als der Geschichte zwischen den Leveln zu folgen.
Der Ton ist familienfreundlich und die Regeln lassen sich leicht erklären, doch spätere Herausforderungen können anspruchsvoll werden. Wenn weitere Kreaturen und Gefahren auftauchen, wird das Feld dicht, und eine einzige verfehlte Eingabe kann eine vielversprechende Räumung zunichtemachen. Neue Regeln geben dem Grundprinzip mehr Tiefe, doch frühe Rätsel können einfach wirken und manche Gamepads erschweren die Menüsteuerung. Das steigende Tempo und die Unübersichtlichkeit sind praktische Grenzen, wenn ihr ein langsames Rätselspiel zum Plaudern sucht.
Was dich in einer Runde erwartet
Die Runden sind kurz und wiederholbar: Fangen, zielen, füttern und räumen bleiben die vertrauten Aktionen, während neue Kreaturen und Spezialteile das unmittelbare Rätsel verändern. Der gemeinsame Punktestand gibt euch einen klaren Wert, an dem ihr eure Durchläufe messen könnt.
Ihr könnt Tastatur, Maus oder Gamepad verwenden. Die Controller-Unterstützung ist eingeschränkt; mit manchen Gamepads kann die Menünavigation umständlich sein.
Der Reiz liegt in dem Moment, wenn aus einem chaotischen Spielfeld plötzlich eine Kettenreaktion wird und ihr beide etwas mehr Luft bekommt. Critter Crunch macht aus schnellen Entscheidungen und bunten Kaskaden einen Survival-Lauf zu zweit, den besondere Kreaturen auf jedem Spielfeld abwechslungsreich halten.