Ein B-Film-Spektakel als Action-Adventure
The Deadly Tower of Monsters von ACE Team ist ein Action-Adventure aus der Vogelperspektive, das sich wie ein Science-Fiction-Film der 1970er Jahre inszeniert. Dick Starspeed ist auf dem Planeten Gravoria abgestürzt, sein Raumschiff ist unbrauchbar und sein Begleiter Robot fehlt. Im Kampf zwischen den guten und bösen Fraktionen der Affenmenschen trifft er Scarlet Nova, Erbin des tyrannischen Kaisers, die sich weigert, ihr böses Erbe anzutreten. Nach einer zufälligen Wiedervereinigung mit Robot machen sich die drei auf, das Regime zu stürzen – und dafür müssen sie den titelgebenden Turm erklimmen.
Der Turm gibt dem Spiel seine Struktur: Die Kamera arbeitet mit weiten Winkeln, die Helden springen von der Turmseite, gleiten über Abgründe und suchen nach versteckten Geheimnissen. Waffen gibt es reichlich, darunter Strahlenpistolen, Kristallschwerter und Laserpeitschen. Mit gesammeltem Schrott lassen sich die Waffenarsenale verbessern, und zusätzlich stehen Spezialfähigkeiten zur Verfügung, etwa Zeitverlangsamung und Schnelllauf-Stiefel. An Landminen kommt man ebenfalls nicht vorbei. Die Gegner stammen aus einem Baukasten billiger Monsterfilme: Tintenmenschen, Ameisen, Dinosaurier, riesige Blobs und Robo-Affen, umgesetzt mit Stop-Motion, Rotoskopie, Compositing und teils mit echten Fellkostümen.
So läuft die Gruppe zusammen
Das Spiel ist als Singleplayer-Action-Adventure angelegt, gleichzeitig ist Remote Play Together als Funktion gelistet und der Tag Local Co-Op ist gesetzt. Wer mit Freunden zusammenspielen möchte, sollte sich deshalb vorab ansehen, wie die konkrete Umsetzung im jeweiligen Fall aussieht, statt sich auf eine offizielle Mehrspielerangabe zu verlassen. Der Tonfall eignet sich gut für eine Runde am Stück: Die Geschichte wird von Regisseur Dan Smith als Kommentarspur begleitet, der Anekdoten aus der Produktion des Films liefert und dabei regelmäßig ins Absurde abdriftet. Wer die Kommentarspur mitnimmt, bekommt die Satire voll ausgespielt; wer sie weglässt, verliert einen großen Teil des Witzes.
Was man vor dem Start wissen sollte
Der Humor ist der eigentliche Antrieb: Der Film wird als low-budget-Werk präsentiert, teils ohne Drehbuch gedreht, und die ganzen Stilmittel – übertriebene Explosionen, laute Technogeräusche, Spezialeffekte – sind bewusst als Stilmittel der Parodie gemeint. Die Vertikalität des Turms ist kein Beiwerk, sondern durchgängiges Gestaltungsmittel, mit Sprüngen und Luftmanövern über tiefe Schluchten. Wer nach einer ernsten Sci-Fi-Handlung sucht, wird hier etwas anderes bekommen: eine bewusst überzogene Hommage auf B-Movies, in der die drei Stars Dick Starspeed, Scarlet Nova und Robot den Ton angeben.