Was dich in ColdSide erwartet

ColdSide ist ein psychologischer Horror-Ego-Shooter. Du spielst Chris, einen Baggerfahrer, der sich in ein verlassenes unterirdisches Labor wagt, das einst anomale Phänomene untersuchte. Statt Action steht das Unbekannte im Mittelpunkt: Die Atmosphäre baut sich ständig auf, die Bedrohung bleibt unklar und du weißt nie genau, was als Nächstes passiert. Die Grafik ist realistisch umgesetzt und läuft auf der CryEngine V, was den beengten, klinischen Raum des Labs umso greifbarer macht. Als Einfluss nennt die Entwicklung die SCP Foundation, also diese Form von Fundstücken, Berichten und unheimlichen Objekten in einer scheinbar behördlichen Dokumentation.

Allein durch die Tiefe

ColdSide ist als Singleplayer konzipiert. Du steuerst Chris komplett in der Ego-Perspektive, erkundest die Laborgänge allein und triffst keine Mitspieler. Genau diese Isolation trägt die Spannung: Niemand deckt deinen Rücken, niemand bestätigt, was du siehst. Die Atmosphäre wird zusätzlich von der Musik und dem Ambient von Mikko Tarmia getragen, der zuvor an Amnesia und Soma gearbeitet hat. Erwartet also weniger laute Schocks als ein gleichmäßiges, nervenzerreibendes Klima aus Dunkelheit, Geräuschen und dem Gefühl, beobachtet zu werden.

Gemeinsam spielen

Über die Steam-Funktion Remote Play Together kann eine zweite Person per Internet bei dir mit einsteigen, auch wenn sie das Spiel selbst nicht besitzt. Da ColdSide selbst als Singleplayer angelegt ist, heißt das in der Praxis: Ihr sitzt vor einem Bildschirm, einer steuert, der andere verfolgt und berät. Für eine Gruppe auf Discord eignet sich das eher als Mitseh- und Mitrat-Session denn als echtes Mehrspielererlebnis. Plant ein, dass nur eine Person tatsächlich die Kontrolle hat.

Vor dem Start

ColdSide gehört zum Horror-Genre mit psychologischem Schwerpunkt, das heißt, die Bedrohung kommt vor allem aus Stimmung und Unklarheit statt aus Kämpfen. Wer reale, gruselige Umgebungen und einen beengten, verlassenen Untergrund nicht mag, sollte das vorher bedenken. Die Kamera steht fest in der ersten Person, es gibt keine anderen Perspektiven. Laut den angegebenen Tags ist der Ton atmosphärisch und unaufgeregt gehalten, die Spannung steigt langsam. Am besten startet man mit Kopfhörern, damit die Geräuschkulisse von Mikko Tarmia voll zur Geltung kommt, und lässt sich Zeit beim Erkunden der Laborräume.

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