Was in Gaia Project passiert
Gaia Project ist die digitale Umsetzung des Brettspiels von Helge Ostertag und Jens Drögemüller. Ihr spielt in der bekannten Terra-Mystica-Welt, aber in der fernen Zukunft. Jeder von euch übernimmt eine der 14 Fraktionen und versucht, möglichst friedlich Planeten in der Galaxie zu kolonisieren. Jede Fraktion hat eigene Umweltbedingungen, unter denen sie überleben kann. Daraus entsteht das Kernthema des Spiels: Terraforming. Ihr macht fremde Planetentypen bewohnbar, damit eure Fraktion sich dort ansiedeln kann.
Auf dem Feld baut ihr Minen, lasst sie zu besseren Strukturen weiterentwickeln und verbindet Planeten schließlich zu Föderationen. Dazu forscht ihr nach neuen Technologien, die eure Fähigkeiten ausbauen. Wenn alle Abläufe einmal sitzen, läuft das Spiel auf eine klare Frage hinaus: breitet ihr euch nah an anderen Fraktionen aus, wo Macht- und Handelspartner entstehen können, oder zieht ihr euch dorthin zurück, wo ihr freier wachsen könnt. Am Ende gewinnt die am besten entwickelte Fraktion.
So spielt ihr zusammen
Das Spiel läuft für 1 bis 4 Spieler. Über Online-PvP trefft ihr andere Spieler, und mit Remote Play Together sitzt ihr zusammen am selben Spiel. Für den Einstieg gibt es ein Tutorial, das die Abläufe Schritt für Schritt erklärt. Das ist hilfreich, weil hier mehrere Systeme gleichzeitig zusammenspielen: Umweltbedingungen, Terraforming, Strukturausbau, Forschung und die Platzierung eurer Bauwerke.
Da es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel handelt, hat jeder Spieler Zeit, seine Züge in Ruhe zu planen. Das macht es gut für eine Gruppe, die lieber in Ruhe nachdenkt als schnell zu reagieren. Die Entscheidungen, die ihr trefft, wiegen deutlich: Wo ihr baut, wann ihr Technologien erforscht und mit wem ihr Grenzen teilt, wirkt sich bis zum Ende der Partie aus.
Was ihr vor dem Start wissen solltet
Gaia Project gilt als Brettspiel-Adaption mit einigem Tiefgang. Die 14 Fraktionen unterscheiden sich deutlich, was ihre Umweltbedünfnisse und damit euren Terraforming-Plan angeht. Wer also das erste Mal spielt, sollte das Tutorial vor der ersten Gruppenpartie durchspielen, damit die Grundlogik sitzt, bevor ihr gegeneinander antretet. Wer schon Terra Mystica kennt, findet sich schneller zurecht, da beide Spiele in derselben Welt spielen. Die Grafik ist handgezeichnet und in 2D gehalten, die Umgebung ist familiär und ohne heftige Inhalte gestaltet.