Ein Affe, zwei Tasten, viele Bilder

Chimpology spielt im Jahr 1999: Das Internet ist langsam, und die Schuld trägt angeblich nicht die Modemleitung, sondern Schimpansen, die Bild für Bild eintippen. Du übernimmst die Rolle eines aufstrebenden corpo-chimp Routers, der Bilder bitweise vom Server zum Client leitet. Die Steuerung kommt mit zwei Tasten aus, dahinter steckt aber eine ganze Menge Arbeit: Du musst die Bits in der richtigen Reihenfolge durchschicken, Bild für Bild. Gelingt dir ein Fehler, bist du gefeuert. Die Optik ist 2D und in Pixel-Grafik gehalten, mit psychedelischen und teils gruseligen Momenten, die den ganzen Trip tragen.

Zusammen am Router arbeiten

Das Spiel lässt sich mit Remote Play Together spielen, sodass Freunde aus der Discord-Gruppe mit ins Bild springen können. Ob ihr dabei mit Rhythmus spielt oder ohne, bleibt euch überlassen. Die Tags nennen PvP, also gibt es auch einen kompetitiven Aspekt, wenn ihr es gegeneinander angehen wollt. Die Eingabe funktioniert mit Tastatur und mit jedem HID-Controller. Getestet wurde mit Tastatur, Gamepad, Tanzmatte, Gitarre, Arcade-Stick, einer Banane und einem Semi-Machine-Dolphin. Praktisch heißt das: Ihr könnt euch bedienen, was ihr gerade da habt, solange es sich als Eingabegerät melden kann.

Was ihr vorher wissen solltet

Das Spiel besteht aus vielen kleinen Bildern, die ihr bitweise durchschleusst, und aus der Drohung, bei einem einzigen Fehler den Job zu verlieren. Die Tags führen Rhythmus, Arcade, Puzzle und Psychological Horror an, dazu Parodie, Dystopie und Kapitalismus-Kritik als Tonfall. Der Untertitel verspricht, eigene Bilder ins Spiel einzubauen: Tatsächlich werden keine Bilder übertragen, sondern lokal aus dem Spielordner geladen. Dorthin navigiert ihr, um eure eigenen Bilder einzufügen. Die Tags nennen Family Friendly, aber mit Horror- und psychedelischen Anteilen solltet ihr einschätzen, ob das für eure Runde passt.

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