Schach, nur mit Katzen
Cat Chess von Capricia Labs nimmt das klassische Schachbrett und tauscht die Figuren gegen Katzen aus. Die Regeln bleiben die Regeln, nur ist die Dame jetzt eine Katze, der Springer eine Katze und der Bauer ebenso. Jede Figur ist eine eigene Katzenrasse mit eigenem Ausdruck und eigenen Animationen, und jede Aktion auf dem Brett wird als kleiner Moment zwischen den Tieren gespielt. Was das Spiel sonst noch anbietet, liegt also eher in der Optik und im Ton als in veränderten Spielmechaniken: bunte, cartoony Grafik, viel Persönlichkeit und ein augenzwinkernder Umgang mit dem, was auf dem Brett passiert.
Zwei Gruppen von Katzen stehen sich dabei gegenüber: Stray Cats, die als wild, frech und rebellisch beschrieben werden, und House Cats, die elegant, kalkuliert und etwas besserwisserisch auftreten. Welche Seite man spielt, entscheidet über den Charakter der eigenen Mannschaft, nicht über die Regeln.
Zusammen spielen
Das Spiel kennt Online- und Offline-Modus. Online fordert man Freunde zu einem Match nach eigenen Vorgaben heraus, offline setzt sich dieselbe Gruppe an einen Rechner und spielt abwechselnd. Da es sich um ein rundenbasiertes Brettspiel handelt, kann man sich die Wartezeit des Gegners mit den eigenen Katzen vertreiben: Man darf seine Tiere am Brett streicheln, während der Gegner über den nächsten Zug nachdenkt.
Für die Zeit ohne Mitspieler gibt es einen Bot, dessen Spielstärke bis zu 3000 ELO skaliert. Das deckt vom Einstieg bis zu sehr ernsthafter Gegner ab. Dazu kommt eine Einzelspieler-Kampagne aus einer Reihe von Herausforderungen, bei der man nach und nach weitere Inhalte freischaltet. Wer eigene Positionen ausprobieren will, kann FEN, die Forsyth-Edwards-Notation, eingeben und damit beliebige Stellungen aufs Brett holen.
Vor dem Start
Praktisch ist die Anpassung: Katzenfarben, Skins und Elemente des Bretts lassen sich nach eigenem Gusto zusammenstellen, sodass jede Gruppe ihr eigenes Set auf dem Tisch hat. Wer möchte, baut sich damit die perfekt aussehende Mannschaft zusammen.
Für eine feste Runde unter Freunden lohnt sich vorab eine klare Absprache, wie lange man spielt und wer wann am Rechner sitzt, denn Offline-Modus heißt hier: abwechselnd an einem Gerät. Die schiere Strecke des Bots bis 3000 ELO ist vor allem für erfahrene Spieler relevant; für den Einstieg in die kätzische Variante reicht ein niedriger Gegner völlig, denn die Mechanik ist klassisches Schach mit neuem Anstrich.