Carry the Count gibt euch einen ungewöhnlichen Lieferauftrag: Bringt einen Vampirfürsten mitsamt Sarg durch ein Fantasyland zu der Frau, die ihm einen Brief mit fünf Wörtern geschickt hat. Das Koop-Abenteuer ist für ein bis vier Personen online ausgelegt. Ihr spielt einen der Igor-Diener des Grafen und manövriert einen schweren, zerbrechlichen Sarg durch unwegsames Gelände, Rätsel, Gegner und andere Hindernisse. Sein Besitzer reist im Inneren mit. Die Romanze hinter der Reise hat lange auf sich warten lassen: Der Graf schrieb jahrhundertelang Briefe und Gedichte, bevor Romilda ihm eine knappe Einladung schickte. Dieser Gegensatz zwischen großer Liebesgeschichte und sehr wörtlichem Lieferauftrag gibt dem Spiel seinen trockenen, absurden Ton.
Der Sarg gibt das Tempo vor
Ihr könnt auf dem Sarg mitfahren, ihn über freies Gelände steuern und seine Bedienelemente nutzen, wenn der Weg mehr als bloßes Laufen verlangt. Mal führt ihr ihn über einen schmalen Felsvorsprung; mal ziehen Winde und Greifhaken ihn eine Klippe hinauf oder schwingen ihn über eine Schlucht. Eine montierte Kanone bietet eine kräftigere Möglichkeit: Sie kann einen Igor in Richtung eines schwer erreichbaren Punkts schleudern. Anschließend muss die Gruppe den Sarg nachholen und Schäden von der Reise reparieren.
Igors können den Sarg auch verlassen und sich zu Fuß bewegen. Sie können klettern, schwimmen und kämpfen; so gibt es auf der Reise auch Abschnitte abseits der gemeinsamen Fracht, bevor die Lieferung weitergeht.
Eine Reise durch ein gefährliches Land
Der Graf will Romilda erreichen, und ihr bringt ihn von seinem Schloss zu ihrem Anwesen. Die Route führt durch benannte Gebiete wie Mushroom Caves, Serpent Swamp, Reeking Bog, Shivering Summits, Hot Springs und Bloodwood Pass. Unterwegs drohen herabfallende Felsen, Wachen, Trolle, Barbaren, Donnergolems und Zeitzauberer.
Bei Rätseln müsst ihr das Gelände lesen und einen Weg hindurch finden. Viele Herausforderungen lassen mehrere Lösungen zu; Fortschritt bedeutet also mehr, als nur eine Lücke zu finden, die breit genug für eine Kiste ist.
Nützliche Fundstücke, fragwürdige Snacks und Baba Yaga
Wenn ihr Fässer zerschlagt, könnt ihr Münzen bekommen. Baba Yagas Laden wandert auf Hühnerbeinen über die Karte und tauscht magische Gegenstände gegen Münzen, gestohlene Schätze und andere glänzende Fundstücke. Unterwegs findet ihr auch Würste und giftige Pilze zum Essen, Hüte zum Tragen und Flöten oder Trommeln zum Spielen. Gob versucht, professionell zu bleiben, Scab will einfach seine Arbeit erledigen, Stink ist blutdürstig und Plunk ist eben Plunk. Der Graf macht sich immer wieder über Plunks Kopf und Geruch lustig.
Passt es zu eurer Gruppe?
Für eine gemeinsame Sitzung solltet ihr Online-Spiel einplanen. Die Mindestanforderungen sind Windows 10, ein Intel Core i5-8600K oder AMD Ryzen 5 3600, 8 GB Arbeitsspeicher, eine GTX 1060 mit 6 GB oder Radeon RX 5600 XT mit 6 GB, DirectX 12, Breitbandinternet und 6 GB Speicherplatz. Ihr könnt einen Controller verwenden. Außerdem unterstützt das Spiel vollständige Tasten-Neubelegung und Farbvarianten, trennt die Lautstärke der Grafen-Dialoge von der übrigen Audioausgabe und bietet Untertitel in 30 Sprachen. Damit könnt ihr Steuerung, Farben und die Stimme des Fahrgasts an eure Sitzung anpassen.
Carry the Count passt zu Gruppen, die eine respektlose Reise suchen, in der ein zerbrechlicher Sarg ebenso zentral ist wie Kämpfe, Rätsel und Erkundung. Wer lieber Wettkämpfe oder kurze, eng erzählte Missionen spielt, sucht vielleicht etwas anderes.