Eine Welt ohne Vergangenheit
Fatum Betula ist ein atmosphärisches Erkundungsspiel mit leichten Rätsel-Elementen. Du bewegst dich in der ersten Person durch eine offene Welt, die keinen Vergangenheit hat. Mittendrin steht eine magische Birche, die als einziges darüber entscheidet, wie es weitergeht. Deine Aufgabe ist es, etwas Passendes für sie zu finden und sie damit zu füttern. Was du der Birche gibst, bestimmt, welche Zukunft entsteht. Es gibt insgesamt 10 verschiedene Enden und zahlreiche Geheimnisse, die sich im Verlauf offenbaren. Die Orte, die du besuchst, verändern dabei dein Verständnis der Realität: Je mehr du erfährst, desto bedeutungsloser wird, was zuerst selbstverständlich wirkte.
Figuren und Orte mit eigenem Charakter
Auf deinen Wanderungen durch die Welt triffst du viele seltsame Gesichter, manche davon im wahrsten Sinne des Wortes. Jede Figur hat eine eigene Persönlichkeit, die zu der Gegend gehört, in der sie lebt, und viele von ihnen haben offensichtlich etwas zu erzählen. Die Bereiche unterscheiden sich voneinander und laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen und alles genau anzuschauen. Da das Spiel auf 10 Enden und eine Fülle an Geheimnissen ausgelegt ist, lohnt sich mehr als ein Durchgang: Unterschiedliche Funde und Entscheidungen führen zu unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen. Die Atmosphäre bleibt dabei durchgehend unheimlich und surreal, mit psychologischem Horror statt plötzlicher Schrecken.
Der Retro-Look ist Absicht
Fatum Betula greift bewusst eine Epoche auf, in der die Vertices noch nicht stillstanden und die Texturen nicht sauber ineinandergriffen. Das Spiel läuft in einer Auflösung von 320x240 und bildet die Schwächen älterer Hardware nach. Wer den Stil kennt, findet hier eine treue Nachbildung, für alle anderen ist es eine bewusste stilistische Entscheidung, die zur verstörenden Stimmung beiträgt. Das Spiel ist als Einzelspieler-Erlebnis konzipiert und bewegt sich im kurzen Format, lässt sich aber über Remote Play Together gemeinsam erleben. Rechne damit, dass die Rätsel eher leicht sind und der Schwerpunkt auf dem Erkunden, dem Beobachten und dem Ausprobieren liegt: Du suchst, was die Birche fressen will, und lebst mit dem, was daraus wird.